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Shanghai ruft zweithöchste Smog-Alarmstufe aus

Shanghai ächzt unter der schlimmen Luftverschmutzung. Fabriken der 15-Millionen-Metropole wurden angewiesen, die Produktion zu drosseln.

So schlimm wie seit zwei Jahren nicht mehr: Ein Frau mit Schutzmaske vor der Kulisse des Geschäftsviertels Pudong.
So schlimm wie seit zwei Jahren nicht mehr: Ein Frau mit Schutzmaske vor der Kulisse des Geschäftsviertels Pudong.
Jahannes Eisele, AFP

Nach Peking hat der Smog jetzt auch Shanghai erfasst. Die Luftverschmutzung war am Dienstag so schlimm wie seit zwei Jahren nicht mehr, so dass die ostchinesische Hafenmetropole zum ersten Mal in diesem Winter die zweithöchste Alarmstufe «Gelb» ausrief. Fabriken wurden angewiesen, die Produktion zu drosseln. Schulen stoppten alle Freiluftaktivitäten.

Der Index des US-Konsulats für den gefährlichen Feinstaub stieg jetzt in Shanghai auf «gefährliche» 300. Das ist das Zwölffache des empfohlenen Grenzwertes der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Der offizielle Luftindex der Stadt für die gesamte Schadstoffbelastung erreichte 300 Punkte, was als «schwer verschmutzt» gilt.

4000 Menschen sterben täglich

Die Menschen in der 15-Millionen-Metropole versuchten, sich mit Atemmasken zu schützen. Wegen der Luftverschmutzung und des wechselnden Wetters sei die Zahl der täglichen Patienten mit Atemwegserkrankungen seit November im Schnitt um rund 30 Prozent gestiegen, berichtete die Zeitung «Shanghai Daily».

Erst vor einer Woche hatte Peking erstmals die höchste Alarmstufe «Rot» ausgerufen. Die Schulen waren drei Tage geschlossen gewesen, auch galten Fahrverbote. In China überschreiten 80 Prozent der Städte die Grenzwerte. Die Luftverschmutzung in China kostet laut US-Forschern jeden Tag mehr als 4000 Menschen das Leben.

SDA/bee

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