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Der Kreisel hat ein Riesenloch

Am Samstagmorgen ist nach dreieinhalb Jahren Bauzeit die Unterführung am Kreisel zwischen Luzerner- und Wasgenring von Regierungsrat Hans-Peter Wessels eingeweiht worden. In der Mitte: ein tiefer Abgrund.

Inmitten des Kreisels tut sich ein Abgrund auf. Ob der einmeterhohe Rand wohl genügt, um Autos aus der darunterliegenden Unterführung fernzuhalten?
Inmitten des Kreisels tut sich ein Abgrund auf. Ob der einmeterhohe Rand wohl genügt, um Autos aus der darunterliegenden Unterführung fernzuhalten?
zvg

Regierungsrat und Vorsteher des Bau- und Verkehrsdepartements (BVD) Hans-Peter Wessels hat am Samstagmorgen die neu gestaltete Fussgänger- und Velounterführung unter dem Kreisel Luzerner- und Wasgenring eingeweiht. Dies teilte das Departement am Samstag mit. Nach rund dreieinhalb Jahren Bauzeit sei damit die Sanierung und Umgestaltung Luzerner- und Wasgenring offiziell abgeschlossen. Man erhoffe sich nun flüssigen Verkehr von und zur Nordtangente. Auch Fussgänger und Velofahrer sollen mehr Platz erhalten. Zudem wurden 78 zusätzliche Bäume gepflanzt, um das Quartier aufzuwerten. Diesem Zweck soll auch das Kunstwerk «Licht-Einfall» dienen. Dieses ist grundsätzlich ein grosses Loch in der Mitte des Kreisels. Wessels zeigte sich am Anlass auch erfreut, dass die Baselbieter Regierung den Bau des Zubringers Allschwil vorantreiben will. Der Zubringer soll die Gemeinde Allschwil und Basel-West vom Pendlerverkehr in beziehungsweise aus Richtung Nordtangente entlasten.

Im Anschluss an die Eröffnungsrede von Hans-Peter Wessels erläuterten der Künstler Michele Cordasco und die Leiterin Kunstkredit Kanton Basel-Stadt, Katrin Grögel, das Kreiselkunstwerk «Licht-Einfall». Es ziert den neuen Kreisel und bringt Licht in die Unterführung darunter. Ein umgekehrter Kegel in der Kreiselmitte dringt in die Unterführung ein und öffnet sie zum Himmel. Der Kegel aus Beton ragt gut einen Meter über das Strassenniveau und hat einen Durchmesser von knapp 15 Metern. Das Kunstwerk soll Licht und Luft in die Unterführung bringen. Es bleibt zu hoffen, dass «Licht-Einfall» nicht zum «Auto-Einfall» wird. So war am 29.11.2008 ein Kreisel in Münchenstein zur Schanze für einen ungeplanten Besuch im McDonald's geworden. Und auch für Motorradfahrer, die bei Kollisionen von ihren Fahrzeugen geworfen werden können, dürfte die Konstruktion nicht unbedenklich sein.

«Lebenswerter und sicherer»

Die Unterführung am Kreisel ist auf der Achse der Hegenheimerstrasse neu auch für Velos geöffnet. Zudem führen Fussgängerstreifen rund um den Kreisel. Als flankierende Massnahme zum Bau der Nordtangente wurde der Wasgenring von vier auf zwei Spuren zurückgebaut. Man erhofft sich vom zweispurigen Kreisel, dass er den morgendlichen und abendlichen Stossverkehr besser bewältigen kann. «Die Sanierung und Umgestaltung macht die beiden Strassen lebenswerter und sicherer», sagte Wessels zu den versammelten Quartierbewohnern. Die Trottoirs wurden stellenweise verbreitert und auf bei den Einmündungen der Quartierstrassen haben die Fussgänger auf so genannten Trottoir-Überfahrten Vortritt. Velos und Busse bekommen zudem eigene Fahrspuren.

Zudem wurden die Bushaltestellen neu platziert. Auch die Tramhaltestelle «Luzernerring» soll nun für Fahrgäste des Öffentlichen Verkehrs besser zugänglich sein. Sie liegt neu auf dem Trottoir und nicht mehr auf einer Fussgängerinsel. Für die Quartierbewohner müsse sich laut Wessels die Verkehrssituation aber noch weiter verbessern: «Es freut mich, dass nach dem Volksentscheid im vergangenen März der Kanton Baselland den Bau des Zubringers Allschwil vorantreiben will. Einmal fertigstellt, wird der Zubringer Basel-West und die Gemeinde Allschwil vom Pendlerverkehr aus der Region entlasten. Der Kanton Basel-Stadt unterstützt eine möglichst rasche Realisierung des Zubringers Allschwil», sagte der Regierungsrat.

Die gesamte Sanierung und Umgestaltung Luzerner- und Wasgenring hat knapp 43 Millionen Franken gekostet, hiess es weiter. Rund 28,5 Millionen Franken investierte der Kanton Basel-Stadt, der vom Bundesamt für Strassen ASTRA mit rund 5,8 Millionen Franken subventioniert wurde. Rund 14,3 Millionen gingen zulasten von BVB und IWB. Im Rahmen der Sanierung seien fast alle Werkleitungen der IWB und der privaten Telefonanbieter ersetzt worden.

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