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Wechsel von Noah Okafor bestätigt

Der FCB hat am Freitagabend den Abgang von Okafor zu Salzburg verlauten lassen. Während der Flügelspieler bereits in Österreich ist, spricht Marcel Koller über den Abgang des 19-Jährigen.

Marcel Koller spricht an der Pressekonferenz bereits über den kurz bevorstehenden Wechsel von Noah Okafor. (Foto: Freshfocus)
Marcel Koller spricht an der Pressekonferenz bereits über den kurz bevorstehenden Wechsel von Noah Okafor. (Foto: Freshfocus)

Es ist fix: Wie der FC Basel bestätigt, wechselt Noah Okafor per sofort zu RB Salzburg. Was am Freitagabend offiziell wurde, hatte sich schon zuvor angedeutet. Der 19-Jährige nahm nicht mehr am Abschlusstraining der Basler vor dem Duell gegen den FC St. Gallen teil, sondern weilte bereits in Österreich. Und sein Trainer, Marcel Koller, sprach an der Pressekonferenz bereits über den Abgang den Flügelstürmers - wenn das ein Cluboffizieller an offizieller Stelle tut, dann nur, wenn ein Transfer bereits beschlossene Sache ist.

«Noah hat eine tolle Rückrunde 2018/2019 gespielt», sagte der Trainer über jenen Spieler, der die Basler für eine Ablösesumme von rund 12 Millionen Franken verlassen dürfte. «In dieser Saison konnte er sich nicht bestätigen», erklärte Koller weiter.

Dabei gab sich der Trainer des FC Basel gar nicht erst die Mühe, so zu tun, als hätte der aufgekommene Wechselwunsch seines Angreifers nichts mit ihm als seinem Vorgesetzten zu tun. Koller hatte nach einem stotternden Okafor-Saisonstart und drei Toren Kevin Buas im Cupspiel in Pully Mitte August die Hackordnung am linken Flügel gewechselt und das Juwel in die zweite Reihe versetzt. Weil Bua in der Folge zunächst stark spielte und sich Okafor dann auch noch verletzte, wurde diese Hierarchie nie mehr grundsätzlich rückgängig gemacht. «Dass ein Spieler unzufrieden ist, wenn er nicht mehr jene Spielzeit erhält, die er zuvor hatte, ist normal», sagt Koller und verteidigt seinen Entscheid zugunsten des Routiniers und gegen die Marktwertentwicklung und das Potenzial der Jugend. «Die Aufgabe eines Trainers ist es, Spiele zu gewinnen. Also stellt ein Trainer jene Elf auf, bei der er das Gefühl hat, die Chance auf den Sieg sei am höchsten.»

Einzig, dass er sich deswegen mit Okafor überworfen habe, weist Koller entschieden von sich. «Das stimmt einfach nicht. Noah und ich redeten immer wieder gemeinsam über seine Situation.»

Dass der Spieler nun bei Red Bull Salzburg seine Entwicklung vorantreiben will, dafür scheint Koller wenig Verständnis zu haben. Mit der Erfahrung als langjähriger österreichischer Nationaltrainer widerspricht er zwar nicht, wenn man Red Bull Salzburg als leicht bessere Adresse als Basel bezeichnet. Er sagt aber auch: «Ich finde, es wäre für Noah besser gewesen, wenn er noch ein halbes Jahr in Basel geblieben wäre, um sich hier weiterzuentwickeln und sich zu bestätigen.»

Am Rande interessant ist, wie Koller sich zu der Tatsache äussert, dass der Spieler am vergangenen Sonntag beim Spitzenspiel verletzt fehlte – dies, nachdem ihn der Trainer noch am Freitag fit gemeldet hatte. «Noah kam am Samstag zu uns und klagte wieder über Schmerzen in den Adduktoren. Als Trainer bin ich da vorsichtig, zumal ich als Spieler selbst erlebt habe, wie mir mein Coach beschied, ich hätte nichts – obwohl ich bei jedem Pass Schmerzen verspürte. Schliesslich stellte es sich als Haarriss heraus.» Auf die Frage, ob die medizinische Abteilung des FCB im Nachgang bei Okafor etwas habe feststellen können, sagte Koller nur: «Kein Kommentar.»

Die Spekulation, Okafor habe sich selbst aus dem Spiel genommen, um seinen Transfer nach Österreich nicht durch eine Verletzung zu gefährden, steht dadurch weiter im Raum. Und im Raum steht auch nach wie vor die Ablösesumme von rund zwölf Millionen Franken, die Red Bull an den FCB entrichten wird, während der abgebende Club sich gleichzeitig eine Beteiligung bei einem Weitertransfer ausbedungen haben soll.

Das alles wird man jedoch nie offiziell bestätigen. Okafors Wechsel zu Salzburg hingegen wird spätestens bis zum 6. Februar kommuniziert sein.

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