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«Heute ist alles moralisch aufgeladen»

Autor Philipp Tingler über seinen neuen Roman, in dem es um gefährdete Lebensträume geht und darum, dass man sich nicht kaputt optimieren sollte.

«Ich würde den Satz von Sartre umdrehen: Das Glück, das sind die anderen»: Philipp Tingler. Foto: Nathan Beck

«Ich würde den Satz von Sartre umdrehen: Das Glück, das sind die anderen»: Philipp Tingler. Foto: Nathan Beck

Bettina Weber@sonntagszeitung

In Ihrem Roman heisst es, sobald man über 50 sei, meine man, das falsche Leben gelebt zu haben. Sie sind 49. Wie geht es Ihnen?
Hervorragend, danke. Und ich habe hoffentlich nicht den Eindruck vermittelt, dass es sich bei der Sache mit dem falschen Leben um ein quasi automatisches Schicksal handle. Aber es gibt ja diese Bilder, dass mit 50 die Züge abgefahren und die Zugbrücken hochgezogen sind. Dazu erklärt im Buch Felix, der Ehemann: Wir leben in Zeiten, in denen die Züge wieder einfahren und die Brücken wieder runtergelassen werden. Das Problem scheinen weniger die fehlenden Möglichkeiten zum Beginn eines neuen Lebens zu sein als vielmehr die Unmengen von Optionen.

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