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Ermittlungen im Fall Kashoggi

Knapp zwei Monate nach der Tötung des saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi haben die türkischen Ermittler die Suche nach seinen sterblichen Überresten ausgeweitet. Nach dem saudiarabischen Konsulat in Istanbul, in dem Khashoggi getötet worden war, der benachbarten Residenz des Konsuls und einem Wald bei Istanbul durchsuchten Ermittler gestern die südlich von Istanbul gelegene Villa eines saudiarabischen Geschäftsmanns, wie die Staatsanwaltschaft in Istanbul mitteilte. Demnach hatte ein Mitglied des 15-köpfigen Tötungskommandos aus Saudiarabien einen Tag vor Khashoggis Tod mit dem Geschäftsmann telefoniert. Im Gespräch sei es vermutlich um die «Beseitigung von Khashoggis Leiche nach ihrer Zerstückelung» gegangen, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu entnahmen die Ermittler Proben aus einem Brunnen im Garten der Villa. Laut Anadolu hielt sich der saudiarabische Geschäftsmann während des Telefonats nicht in der Türkei auf. Er sei seit «rund zwei Monaten» nicht mehr im Land gewesen. Nach der Razzia in seiner Villa wurde zudem das benachbarte Haus durchsucht.

Türkischen Medienberichten zufolge waren die Ermittler zunächst davon ausgegangen, dass die Leiche Khashoggis zerstückelt, in Säure aufgelöst und in Istanbuls Kanalisation geschüttet worden war. Laut einem früheren Bericht der regierungsnahen Zeitung «Sabah» wurden in Proben aus der Abwasserleitung der Residenz Spuren von Säure gefunden. (red)

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