«Trump macht USA wieder zu dem, was sie mal waren»

Peter Steffens will die Mauer zu Mexiko. Und wenn es sein muss, auch zu Kanada. Und die Demonstranten sollen arbeiten gehen.

Vom Anfang bis zum Ende hinter Donald Trump: Peter Steffens. Foto: Linda von Burg

Vom Anfang bis zum Ende hinter Donald Trump: Peter Steffens. Foto: Linda von Burg

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Der 33-jährige Peter Steffens stand von Anfang an hinter Donald Trump. Bei der republikanischen Convention in Grand County gehörte er noch zur Ausnahme: Von 200 Leuten haben nur 20 für Trump gestimmt, der Rest für den anderen Kandidaten Ted Cruz. Er hat an der Gonzaga-Universität in Spokane Politikwissenschaft und Wirtschaft studiert und ist heute aus Leidenschaft Schuhputzer.

Wie ist es nun, da Donald Trump gewählt wurde?
Ich bin sehr glücklich. Er wird das Land wieder zu dem machen, was es mal war. Darauf freue ich mich.

Was wird er genau machen?
Er wird Obamacare abschaffen und die Infrastruktur verbessern. Ausserdem wird er die Steuern senken und damit mehr Jobs schaffen. Denn wer weniger Steuern bezahlen muss, hat mehr zum Ausgeben. Und er wird die Mauer zu Mexiko bauen und sie bezahlen lassen. Und vielleicht auch zu Kanada, wenn es sein muss.

Und wie soll das gehen?
Er war ja bereits in Mexiko und hat das besprochen. Ein Businessman wie Trump weiss, wie das geht.

Und was ist mit anderen Glaubensgemeinschaften und Ausländern, sollen die alle Amerika verlassen?
Nein, diejenigen, die legal hier sind, nicht. Aber man sollte sie im Auge behalten. Die Mexikaner haben viele Gangs und machen Ärger, das ist gefährlich. Und die Muslime aus Saudiarabien haben das Geld. Sie kaufen teure Autos und machen Uber. Damit verfolgen sie den Plan, den amerikanischen Transport zu kontrollieren. Ausserdem stehen im Koran sehr aggressive Zeilen.

Was sagst du zu den Anti-Trump-Demonstrationen in ganz Amerika?
Die sollen aufhören und endlich hinter Trump stehen. Und sie sollen arbeiten gehen. Klar, es gibt das Demonstrationsrecht in Amerika, aber die gehen nur auf die Strasse, weil sie keine Jobs haben.

Zahlen zeigen, dass Clinton mehr Stimmen von der Bevölkerung erhalten hat, aber dennoch verlor. Stimmt das amerikanische Wahlsystem nicht?
Ich denke, es funktioniert ganz gut. Aber vielleicht sollten nicht mehr die Wahlmänner zählen, sondern die Countys. So hätte man lokal mehr zu sagen. Zum Beispiel Washington ist immer demokratisch, weil viel mehr Menschen in den Städten an der Ostküste wohnen. Wir hier im Westen des Bundesstaates haben nichts zu sagen. Wenn die Countys zählen würden, könnte man das Problem ändern. Und wir würden auch endlich rot erscheinen auf der Amerika-Karte.

Was wünschst du dir für die Zukunft von Amerika?
Ich hoffe, der Senat wird die kommende Periode nicht vermasseln. Viele Republikaner standen nicht hinter Donald Trump – ich hoffe sehr, dass sich das noch ändern wird. Und natürlich wünsche ich mir, dass es der amerikanischen Wirtschaft künftig besser gehen wird. Und wer weiss, vielleicht werde ich Schuhputzer im Weissen Haus.

Erstellt: 13.11.2016, 11:46 Uhr

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