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Die Wärme-Inseln in Basel werden zunehmen

In dicht bebauten Gebieten wird sich die Hitze künftig stärker stauen, wie neue Karten zeigen. Und: Der Rhein wirkt nicht immer kühlend.

Wärmekarte tagsüber (14 Uhr): Links die heutige Situation, rechts die Prognose für 2030. Wärmeinseln (rot) dürften sich häufen und stärker werden. Grafik: MapBS
Wärmekarte tagsüber (14 Uhr): Links die heutige Situation, rechts die Prognose für 2030. Wärmeinseln (rot) dürften sich häufen und stärker werden. Grafik: MapBS

Der Kanton Basel-Stadt hat die klimatische Entwicklung auf dem Stadtgebiet analysiert und die Resultate auf Stadtpläne übertragen. Diese zeigen, dass die dicht überbauten Siedlungsgebiete häufiger und stärker der Hitze ausgesetzt sein werden.

Die am Dienstag aufgeschalteten Klimakarten auf dem Geoportal MapBS des Kantons Basel-Stadt lassen Vergleiche mit den heutigen klimatischen Bedingungen mit denjenigen des Jahrs 2030 zu. Die Klimanalyse soll als Grundlage für ein Stadtklimakonzept dienen, das bis Ende 2020 konkrete Massnahmen für eine Verbesserung der klimatischen Bedingungen in der Stadt enthalten soll.

Rhein strahlt nachts Wärme ab

Dass es in urbanen Gebieten immer heisser wird, überrascht nicht. Die Karten zeigen aber detailiert auf, welche Gebiete besonders der Hitze ausgesetzt sein werden und wo sich kühlende Grünräume sowie Durchlüftungsbahnen befinden. «Dass der Rhein tagsüber zur Kühlung der unmittelbaren Umgebung beiträgt, war zu erwarten», schreibt die Regierung in einem Communiqué. «In einer Sommernacht hingegen strahlt der Rhein aufgrund der hohen Wassertemperatur Wärme ab.»

Die kartografierten Modellrechnungen zeigen, dass die thermisch belasteten Siedlungsgebiete anwachsen werden. Festgestellt wurde auch, dass es beim Frischluftaustausch in den dicht bebauten Stadtquartieren heute bereits nicht zum besten steht.

Tagsüber bilden sich Wärmeinseln, was zu grossen Temperaturunterschieden führt (linke Karte). Nachts um 4 ist es hingegen überall etwa gleich warm (rechte Karte).
Tagsüber bilden sich Wärmeinseln, was zu grossen Temperaturunterschieden führt (linke Karte). Nachts um 4 ist es hingegen überall etwa gleich warm (rechte Karte).

Die Klimanalyse zeige aber auch auf, dass negative Effekte des Klimawandels mit einer «klugen Arealentwicklung» aufgefangen werden können, wie im Communiqué der Regierung heisst. Als positives Beispiel wird die Arealentwicklung Lysbüchel im Norden der Stadt genannt. Die geplanten Grünräume liessen eine «deutliche Verbesserung» der lokalen klimatischen Verhältnisse erwarten.

sda/bor

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