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Corona in der Super LeagueNeun Coronafälle beim FC Zürich

Der FCZ gibt Details zu den Coronafällen bekannt. Und Präsident Canepa stellt sich schützend vor den zuerst positiv getesteten Spieler.

Mirlind Kryeziu wurde als Erster positiv getestet.
Mirlind Kryeziu wurde als Erster positiv getestet.
Andy Mueller/freshfocus
Wie geht es nun beim FCZ weiter?
Wie geht es nun beim FCZ weiter?
Urs Lindt/freshfocus
Xamax hat derweil keine positiven Coronafälle zu vermelden. Der Club hatte am Dienstag gegen den FCZ gespielt.
Xamax hat derweil keine positiven Coronafälle zu vermelden. Der Club hatte am Dienstag gegen den FCZ gespielt.
Keystone
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Am frühen Samstagabend gab der FCZ weitere Informationen zu den Coronafällen bekannt. So sind insgesamt neun Menschen aus dem Club positiv auf das Coronavirus getestet worden. Insgesamt sechs Spieler und drei Staffmitglieder sind betroffen.

Der Präsident Ancillo Canepa verteidigt im Communiqué den zuerst positiv getesteten Mirlind Kryeziu. «Mirlind Kryeziu hat sich professionell, vorbildlich und verantwortungsbewusst verhalten und nach dem Auftreten der geringfügigen Symptome sogleich testen lassen. Genau wie alle anderen FCZ-Mitarbeitenden hat er die Weisungen und Vorsichtsmassnahmen des BAG sowie des Schutzkonzeptes befolgt», lässt er sich zitieren. Und: «Ob Mirlind Kryeziu der Erste in der Ansteckungskette des Stadtclubs war, ist nicht erwiesen.»

Wie weiter mit der Meisterschaft?

FCZ-Innenverteidiger Kryeziu war als Erster am Freitag positiv auf das Coronavirus getestet worden. Daraufhin wurden sämtliche Kaderspieler und Staffmitglieder der ersten Mannschaft sowie FCZ-Mitarbeitende im Umfeld des Fanionteams ebenfalls getestet. Dabei waren weitere Resultate positiv. «Sämtliche Personen befinden sich in häuslicher Isolation. Wir folgen allen Richtlinien und Weisungen des BAG und der kantonalen Gesundheitsdirektion und unternehmen die notwendigen Schritte», lässt der Club verlauten.

Am Freitag mussten sämtliche Spieler und Staffmitglieder, welche beim Auswärtsspiel in Neuenburg vor Ort waren, sich für zehn Tage in Quarantäne begeben. Die Spiele gegen Sion und Basel können somit nicht planmässig bestritten werden. Es stellt sich die Frage, ob der FCZ überhaupt wieder in die Meisterschaft zurückkehren kann. Und überhaupt: Wie weiter mit der Meisterschaft? Immerhin: Das Spiel der Neuenburger am Sonntag gegen Thun kann wie geplant stattfinden. Die Tests bei Spielern und Staff, die nach dem positiven Fall von Mirlind Kryeziu am Freitag durchgeführt wurden, waren negativ. Erleichtert seien die Verantwortlichen, heisst es im Communiqué.

Aber auch wenn nicht noch mehr Spiele abgesagt werden müssen, ist der Terminplan eng, Termine für Nachholspiele sind kaum vorhanden. Möglichkeiten gibt es ein paar, wirklich gut ist aber keine. So könnte die Meisterschaft abgebrochen, die Kadenz könnte nochmals erhöht werden. Ebenso wäre es möglich, dass die Saison nicht am 2. August endet. Das Problem bei diesem Szenario: Bis am 3. August muss die Liga der Uefa melden, welche Clubs in der kommenden Saison in den Europacup-Wettbewerben antreten werden. Sollte die Meisterschaft länger dauern, müssten die Auswahl-Kriterien angepasst werden. Die FCZ-Resultate könnten auch gestrichen werden.

Der FCZ befinde sich in stetem Austausch mit der Swiss Football League, schreibt der FC Zürich. Und was meinen die Verantwortlichen der Liga? Diese entscheiden zu Beginn der nächsten Woche das weitere Vorgehen. Die Spielergewerkschaft SAFP forderte zwar, dass die Partien vom Wochenende verlegt werden, doch SFL-Kommunikationschef Philippe Guggisberg lehnte diese Forderung gegenüber «nau.ch» vehement ab. «Es ist sicher, dass dieses Wochenende noch gespielt wird», so der SFL-Kommunikationschef.

Wil – GC ebenfalls verschoben

Doch nicht nur beim FCZ gibt es Coronafälle zu berichten, auch bei GC wurde mit Mittelfeldspieler Amel Rustemoski ein Profi positiv getestet. Die Partie gegen Wil am Freitag wurde kurzerhand abgesagt. In die Quarantäne müssen die Spieler aber nicht.