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Trauriges Schicksal – sensationeller FundNach leidvollem Leben wurde der Affe in der Latrine entsorgt

Beim Bau des Kunstmuseum-Parkings haben Archäologen das geschundene Skelett eines Makaken aus dem Mittelalter gefunden.

Das Skelett des jungen Berberaffen ist fast vollständig erhalten.
Das Skelett des jungen Berberaffen ist fast vollständig erhalten.
Foto: Philippe Saurbeck, Archäologische Bodenforschung Basel-Stadt

Der kleine Affe hatte kein schönes Leben. Mehrere verheilte Brüche weisen auf eine wenig artgerechte Haltung hin. Sein Ellenbogen war entzündet. Auch die Eckzähne des Tieres waren angeschliffen – ein Zustand, der aufgrund möglicher Infektionen lebensgefährlich ist. Als der Affe im Alter zwischen fünf und acht Jahren viel zu früh starb, warf man seine Überreste einfach in die Latrine.

Dort blieb das Schicksal des jungen Affen fast 600 Jahre verborgen – bis sein komplettes Skelett beim Bau des neuen Kunstmuseum-Parkings von Basler Archäologen entdeckt wurde. Der Fund ist eine kleine Sensation. «Wir wussten nicht, dass in Basel schon im 15. Jahrhundert Affen gehalten wurden. Davon konnten wir nicht ausgehen», sagt Kantonsarchäologe Guido Lassau. Nähere Untersuchungen durch Spezialisten der Universität Basel und des Naturhistorischen Museums zeigen, dass es sich um einen männlichen Berberaffen handelt. Eine Makakenart, die in Nordafrika beheimatet ist.

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