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Vermischtes aus der Region+++ Nach Horrorunfall: Waldenburgerbahn drei Stunden gesperrt

Ausserdem: Basel will mit mehr Personal die Sozialhilfekosten reduzieren.

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Waldenburgerbahn nach Horrorunfall während drei Stunden gesperrt

Am Mittwochmorgen kurz nach 6.30 Uhr kam es auf der Kantonsstrasse in Bubendorf zu einer Frontalkollision zwischen zwei Personenwagen, wie die Baselbieter Polizei schreibt. Eine Person sei dabei schwer verletzt worden.

Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der Polizei fuhr ein 41-jähriger Personenwagenlenker – aus Richtung Hölstein kommend – auf der Kantonsstrasse Richtung Liestal. Kurz vor der Haltestelle Talhaus sei er aus bisher nicht restlos geklärten Gründen mit seinem Wagen auf die Gegenfahrbahn geraten. Dort sei es zur Frontalkollision und mit einem entgegenkommenden Fahrzeug gekommen. «Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Richtung Hölstein fahrende Personenwagen um 180 Grad gedreht und auf das Trasse der Waldenburgerbahn geschleudert», schreibt die Polizei. Der Lenker habe – schwer verletzt – durch die Feuerwehr aus dem Personenwagen geborgen werden müssen. Die Rega habe ihn in ein Spital geflogen.

Bei der Frontalkollision wurden beide Autolenker verletzt – einer von ihnen schwer.
Bei der Frontalkollision wurden beide Autolenker verletzt – einer von ihnen schwer.
Foto: Polizei BL

Der Unfallverursacher sei bei der Kollision ebenfalls verletzt und durch den Sanitätsdienst in ein Spital eingeliefert worden. Die beiden beschädigten Fahrzeuge mussten durch ein Abschleppunternehmen aufgeladen und abtransportiert werden.

Der Verkehrsunfall führte nach Polizeiangaben zu einem rund dreistündigen Betriebsunterbruch der Waldenburgerbahn. Die Kantonsstrasse musste für die Dauer der Tatbestandsaufnehme in beiden Richtungen gesperrt werden. Trotz einer örtlichen Umleitung kam es zu Verkehrsbehinderungen.

Basel will mit mehr Personal die Sozialhilfekosten reduzieren

Die Basler Regierung beantragt dem Grossen Rat für die Jahre 2022 bis 2027 insgesamt 6,8 Millionen Franken für die Aufstockung des Personalbestands bei der Sozialhilfe. In einem Pilotprojekt soll untersucht werden, wie weit die Sozialhilfekosten mit einer besseren Betreuung der Betroffenen gesenkt werden können.

Konkret sollen für den Zeitraum des Pilotprojekts fünfeinhalb zusätzliche Vollzeitstellen in bestimmten Spezialbereichen der Sozialhilfe geschaffen werden, wie die Regierung am Dienstag mitteilte. Die Regierung kommt damit dem Auftrag aus einer FDP-Motion nach. Sie war von Mitgliedern sämtlicher Grossratsfraktionen mit Ausnahme der SVP unterzeichnet worden.

Mehr Personal bei der Sozialhilfe könnte helfen, die Fallkosten zu senken.
Mehr Personal bei der Sozialhilfe könnte helfen, die Fallkosten zu senken.
Foto: Christof Schuerpf (Keystone)

Die Motion beruft sich auf einen entsprechenden Pilotversuch der Stadt Winterthur. Dort habe sich gezeigt, dass eine Reduktion der zu betreuenden Fälle pro Mitarbeiter oder Mitarbeiterin der Sozialhilfe helfen würde, die Kosten zu senken und die Unterstützungsdauer zu reduzieren heisst es in der Motion. Unter dem Strich seien die Einsparungen sogar höher ausgefallen als die Kosten für den zusätzlichen Personalbedarf.

Massgebend gewesen sei, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der einen Seite mehr Zeit gehabt hätten, um Ansprüche der Betroffenen gegenüber Sozialversicherungen oder Gläubigern beispielsweise von Unterhaltsbeiträgen geltend zu machen, heisst es in der Motion, die sich auf einen Bericht der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften beruft. Auf der anderen Seite könnten bei langjährigen Fällen Integrationsmassnahmen erfolgversprechend verbessert werden.

Bus statt Tram auf dem Bruderholz

Die Tramstrecke über das Bruderholz bleibt voraussichtlich weitere Tage ausser Betrieb, wie die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) mitteilen. Seit Donnerstag fahren Ersatz-Busse.

Grund ist der starke Schneefall von vergangener Woche: In den Bereichen Jakobsberg und Wolfschlucht waren mehrere Bäume umgestürzt, was teilweise massive Beschädigungen an den Fahrleitungen der Linien 15 und 16 zur Folge hatte. Nachdem die kantonalen Behörden die betroffenen Bereiche am Montagmorgen freigegeben haben, können laut BVB nun die Reparaturarbeiten beginnen.

Foto: zvg/BVB
Südlandungen auf Euroairport auf 8,1 Prozent gesunken

Der Anteil der umstrittenen Südanflüge am Flughafen Basel-Mülhausen ist im vergangenen Jahr von 9 auf 8,1 Prozent gesunken. Der zulässige Grenzwert von 10 Prozent wurde damit zum zweiten Mal in Folge unterschritten.

Wegen der Corona-Pandemie hat der Verkehr auch auf dem Euroairport stark abgenommen. So wurden 2020 noch 17'730 Instrumentenlandungen verzeichnet gegenüber 42'416 im Vorjahr. Wie die Flughafendirektion am Dienstag mitteilte, sank dabei die Zahl der Südanflüge auf die Piste 33 von 3827 auf 1440. 91,8 Prozent der Landungen erfolgten von Norden her auf die Hauptpiste, die restlichen auf der Ost-West-Piste.

Schwellenwert trotzdem überschritten

Mit einem Anteil von 8,1 Prozent wurde der Schwellenwert von 8 Prozent für die Südlandungen 2020 wie schon im Vorjahr erneut überschritten. Deshalb müssen die Luftfahrtbehörden Frankreichs und der Schweiz eine vertiefte Analyse durchführen.

2017 und 2018 war dagegen der Grenzwert von 10 Prozent überschritten worden. Deshalb nahmen die Luftfahrtbehörden Konsultationen auf. Sie kamen zum Schluss, dass die Grenzwertüberschreitungen bei den Südanflügen meteorologische Ursachen haben.

Seit der Einführung des Instrumentenlandesystems (ILS) Ende 2007 führen die Südanflüge am binationalen Flughafen Basel-Mülhausen über dicht besiedeltes Gebiet in der Schweiz. Dagegen wehren sich seither die betroffenen Schweizer Gemeinden. Gemäss einem Abkommen der Luftfahrtbehörden Frankreichs und der Schweiz von 2006 soll die Piste 33 nur benützt werden, wenn der Rückenwind eine bestimmte Stärke erreicht hat. (sda)

Der Anteil der Südlandungen am Euroairport Basel-Mülhausen betrug im vergangenen Jahr 8,1 Prozent. (Archivbild)
Der Anteil der Südlandungen am Euroairport Basel-Mülhausen betrug im vergangenen Jahr 8,1 Prozent. (Archivbild)
KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS
Liestaler Gesuch um Härtebeitrag für Sozialhilfe erneut vor Gericht

Das Kantonsgericht Basel-Landschaft muss sich ein drittes Mal mit dem Gesuch der Stadt Liestal um einen Härtebeitrag für die Sozialhilfe befassen. Das Bundesgericht hat das Urteil des Kantonsgerichts aufgehoben, weil einer der mitwirkenden Richter zugleich Gemeinderat ist, was verboten ist.

Das Bundesgericht ist in einem am Montag veröffentlichten Entscheid zum Schluss gelangt, dass der betreffende Richter befangen ist. Es bestehe der Anschein, dass der Richter bei der Anwendung der kantonalen Bestimmungen zum interkommunalen Finanzausgleich Interessen seiner Gemeinde wahrnehmen könnte.

Diese wäre bei der Ausrichtung eines Härtebeitrags mit rund 46'000 Franken zwar nur marginal betroffen. Das ändere aber nichts an der möglichen Befangenheit des Richters.

Die Stadt Liestal hatte den Kanton 2016 für die gestiegenen Sozialhilfekosten im Jahr 2014 um einen Beitrag von rund 2 Millionen Franken gebeten. Der Regierungsrat wies das Gesucht jedoch ab.

Die Stadt focht diesen Entscheid erfolglos beim Kantonsgericht hat. Dieses erste Urteil des Kantonsgerichts hob das Bundesgericht Ende April 2019 auf und wies die Sache zurück. (SDA)

Tramlinien 15 und 16 weiterhin blockiert
Ein umgestürzter Baum blockiert in der Wolfsschlucht die Tramlinie und hat eine Fahrleitung heruntergerissen.
Ein umgestürzter Baum blockiert in der Wolfsschlucht die Tramlinie und hat eine Fahrleitung heruntergerissen.
Foto: Martin Graf

Die Tramlinien 15 und 16 sind noch immer gesperrt. In der Wolfsschlucht haben umgestürzte Bäume nicht nur die Tramlinie blockiert sondern auch eine Fahrleitung heruntergerissen. Es verkehren Ersatzbusse. Die Dauer der Blockierung ist unbestimmt.

5,8 Millionen für Kultur, Bildung und Soziales in Basel-Stadt

Mit 5,8 Millionen Franken sind 2020 aus dem Swisslos-Fonds Basel-Stadt 188 Projekte aus den Sparten Kultur, Bildung und Soziales unterstützt worden. Weitere 3,5 Millionen wurden aus dem Swisslos-Sportfonds verteilt.

Die Vergabungen entsprachen 2020 mit insgesamt rund 9,3 Millionen Franken dem Wert des Vorjahres. 2018 waren Beiträge in der Höhe von 10,4 Millionen Franken gesprochen worden.

Insgesamt standen dem Kanton Basel-Stadt aus dem Reingewinn der interkantonalen Landeslotterie 11,2 (2019: 10,2) Millionen Franken zur Verfügung. Dieser Betrag wurde nicht vollständig ausgeschöpft, wie aus der Mitteilung des Justiz- und Sicherheitsdepartements (JSD) vom Montag hervorgeht.

Weniger Gesuche

Eingegangen waren 369 (428) Gesuche. Davon wurden 188 (212) bewilligt. Ausgeschüttet wurden Beiträge in der Höhe von 1000 bis 347'000 Franken. Dass 59 Gesuche weniger eingereicht wurden, wird in der Mitteilung namentlich auch mit dem Coronavirus begründet.

Mit 3,75 (3,9) Millionen Franken floss der grösste Anteil der Swisslos-Gelder in die Kultursparte. Mit 347'000 Franken erhielt der Spielfilm «Die Wahl der Mitte» von Sandra Moser den höchsten Beitrag. Für die Bereiche Soziales, Jugend, Gesundheit, Bildung und Umwelt sowie direkte Auslandhilfe bewilligte die Regierung 1,85 (1,6) Millionen Franken.

Laut JSD wurden zahlreiche Projekte wegen der Pandemie zeitlich verschoben. Für diese gelte der bewilligte Beitrag weiterhin. Bei Projekten, die wegen Corona vor ihrem Abschluss hätten gestoppt werden müssen, beteilige sich der Swisslos-Fonds an Verpflichtungen und bereits getätigten Ausgaben höchstens mit dem bewilligten Beitrag, heisst es weiter.

Die 3,5 (3,3) Millionen Franken aus dem Swisslos-Sportfonds kamen 2020 dem Jugendsport, diversen Sportanlässen, Vereinen und Verbänden zugute. (SDA)

Fünf Männer nach Angriff festgenommen

Mutmasslich fünf Männer aus Sri Lanka haben am Samstag Abend beim Wielandplatz im Basler Gotthelfquartier einen 55-Jährigen angegriffen. Der Mann war um 21.45 Uhr auf dem Weg nach Hause. Wie die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt mitteilt, hätten die fünf Männer im Alter zwischen 24 und 37 Jahren ihr Opfer zu Boden geschlagen und mit Fusstritten traktiert. Einer der Täter habe gar ein Fahrrad aus einem nahen Veloständer nach dem Mann geworfen. Das Opfer konnte flüchten und habe sich nach Hause begeben. Er habe einen vorbeifahrenden Autofahrer gebeten, ihm zu helfen. Der Automobilist sei den fünf Männern gefolgt und habe der Polizei ihren Standort durchgegeben. Mehrere Patrouillen hätten die mutmasslichen Täter festgenommen. Dabei konnten die Beamten eine mitgeführte Eisenstange sicherstellen. Der 55-Jährige wurde auf die Notfallstation gebracht.

Der Tathergang und der Grund des Angriffs sind noch nicht geklärt und Gegenstand der Ermittlungen der Kriminalpolizei.

Brand zerstört Scheune in Ziefen
Foto: Kantonspolizei Basel-Landschaft

In einer Scheune an der Hauptstrasse in Ziefen brach am Samstagabend ein Brand aus. Das Feuer griff beim Eintreffen der Feuerwehr kurz nach 22.30 Uhr bereits auf das anliegende Einfamilienhaus über. Wie die Kantonspolizei Basel-Landschaft mitteilt, sei niemand verletzt worden. Es entstand jedoch hoher Sachschaden. Die Feuerwehr hätte den Brand rasch unter Kontrolle bringen können. Mehrere Personen aus den umliegenden Häusern mussten evakuiert werden.

Das Feuer hat die Scheune komplett zerstört. Das angrenzende Einfamilienhaus ist durch Hitze, Rauch und Löschwasser derart stark beschädigt worden, dass es nicht mehr bewohnbar ist. Die Brandursache ist unklar und Gegenstand von laufenden Ermittlungen. Weitere Abklärungen nimmt die Forensik der Polizei Basel-Landschaft vor. Während den Löscharbeiten war die Hauptstrasse in Ziefen komplett gesperrt. Der Verkehr wurde örtlich umgeleitet.

Baselbieter Behörden warnen vor Waldspaziergängen

Die ergiebigen Schneefälle der vergangenen Tage haben gemäss Baselbieter Behörden zu einer «prekären Lage» geführt. «Die Gefahr ist in der ganzen Region latent und das Risiko umfallender Bäume oder abbrechender Äste gross bis sehr gross», schreibt der kantonale Krisenstab in einer Mitteilung vom Samstag. Auf Waldbesuche sei daher – ganz besonders nachts – zu verzichten. «Wer dennoch in den Wald geht, macht das auf eigenes Risiko, auch auf Waldstrassen.»

Durch die Schneelast können Äste abbrechen und Passanten verletzen. Hier befreit ein Mann sein Bäumchen vom weissen Wintergewand.
Durch die Schneelast können Äste abbrechen und Passanten verletzen. Hier befreit ein Mann sein Bäumchen vom weissen Wintergewand.
Weiterhin Blockierungen im öffentlichen Verkehr

Auch am Samstag kommt es in Folge von Schnee und Glätte zu Einschränkungen im öffentlichen Verkehr. So bleiben die Linien 15 und 15 im Bereich Bruderholz vorerst blockiert, wie die Basler Verkehrsbetriebe in der Nacht auf Samstag mitteilen. Grund ist ein Fahrleitungsdefekt. Die Dauer der Störung ist – Stand Samstagmorgen – unbekannt. Die betroffenen Tramlinien werden umgeleitet, im Bereich Bruderholz verkehren Ersatzbusse.

Auch im Baselbiet ist mit Kursausfällen zu rechnen. Die BLT melden eine Betriebsstörung auf der Linie 65. Die Linie wende an der Station Pfeffingen/Dorf. Grund für die Störung seien Äste, die in der Fahrbahn hängen. Die Dauer der Störung ist derzeit unbekannt.

Am Donnerstag begann es in Basel zu schneien, seitdem ist Vorsicht vor Eis und Glätte angesagt.
Am Donnerstag begann es in Basel zu schneien, seitdem ist Vorsicht vor Eis und Glätte angesagt.
Foto: Kostas Maros
Politische Bildung erhält an Baselbieter Mittelschulen festen Platz

Neben dem Fach Informatik erhält auch die politische Bildung an den Baselbieter Gymnasien und Fachmittelschulen einen eigenen Lehrplan. Der Bildungsrat hat mit Lehrpersonen aller fünf Gymnasien entsprechend neue Lehrpläne für die Gymnasien und die Fachmittelschulen (FMS) im Baselbiet verabschiedet.

Lerninhalte zu politischen Institutionen, Prozessen und Verfahren sowie zu gesellschaftlichen und politischen Themen werden in den Lehrplänen der Fächer Geschichte, Geografie sowie Wirtschaft und Recht verankert und im neuen Lehrplan Politische Bildung klar ausgewiesen, wie die Baselbieter Bildungs- und Kulturdirektion am Freitag mitteilte.

Der Baselbieter Jugendrat zeigte sich in einer Mitteilung erfreut darüber, dass die politische Bildung verbindlich in den Lehrplänen verankert wird, zumal man sich im Jugendrat seit zehn Jahren für dieses Anliegen eingesetzt habe.

(SDA)

Abgeschaltete Turbinen verursachen Wasserschwankung im Rhein

In der Nacht auf Freitag kam es zu einer Störung im Wasserkraftwerk Laufenburg. Aus bislang noch ungeklärter Ursache gingen gegen 03:31 Uhr acht Turbinen vom Schweizer Netz. Eine Maschine verblieb im deutschen Netz. Die vorgesehenen Sicherheitsmassnahmen haben gegriffen. Die Maschinen schalteten sich selbstständig ab, das Stauwehr öffnete sich und das Wasser konnte über die geöffneten Wehre abfließen.

Dabei kam es zu einer Sunk- und Schwallwirkung, die über mehrere Minuten anhielt. Das heißt, der Wasserstand im Oberwasser schwankte um circa + 0,5 Meter und -1,0 Meter. Die resultierenden Abflussschwankungen bekamen die Kraftwerke rheinabwärts zu spüren, bis sich der Wasserstand eingependelt hatte.

Experten von Energiedienst untersuchen nun die Ursache für diesen Vorfall.

Muttenz: Strasse auf den Sulzchopf gesperrt

Aufgrund der aktuellen Wetterlage und wegen umgestürzter Bäume muss in Muttenz die Strasse auf den Sulzchopf ab sofort bis mindestens Montag, 18. Januar 2021 gesperrt werden.

Frontalkollision in Münchenstein

Am Donnerstagmittag kurz vor 14 Uhr kam es in der Emil-Frey-Strasse in Münchenstein zu einer Frontalkollision zwischen zwei Personenwagen. Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der Polizei Basel-Landschaft fuhr der 62-jährige Personenwagenlenker, von Reinach kommend, in der Emil-Frey-Strasse Richtung Basel. Aus bis anhin nicht restlos geklärten Gründen, geriet er mit seinem Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort frontal mit einem entgegenkommenden Personenwagen. Dieser wurde durch die Wucht des Aufpralles in den angrenzenden Grünstreifen katapultiert. Die Lenkerin des korrekt fahrenden Personenwagens wurde bei der Kollision leicht verletzt und musste durch den Sanitätsdienst, zur Kontrolle, in ein Spital verbracht werden.

Weniger Luftschadstoffe im 2020

Im letzten Jahr sind die Belastungen durch Stickstoffdioxid in der Region Basel deutlich gesunken. Trotz des Rückgangs überschreiten die Stickstoffdioxid-Konzentrationen an verkehrsexponierten Standorten den Grenzwert weiterhin stark. Die Ozon-Spitzenwerte vom Vorjahr wurden nicht erreicht, der Grenzwert wurde dennoch überschritten. Ebenfalls konnte im Jahr 2020 ein minimaler Rückgang an Feinstaub verzeichnet werden. Gründe sind neben der Corona-Pandemie der milde Winter sowie kürzere Hitzeperioden.

Viele Unfälle und umgestürzte Bäume im Baselbiet

Seit Donnerstagmittag kam es aufgrund der anhaltenden Schneefälle zu etlichen Verkehrsunfällen. Ebenfalls standen und stehen die Feuerwehren wegen einer Vielzahl an umgestürzten Bäumen und abgebrochenen Ästen im Einsatz. Mehrere Verbindungsstrassen sind gesperrt.

Der Einsatzleitzentrale der Polizei Basel-Landschaft wurden seit Donnerstag Nachmittag rund 20 Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit den starken Schneefällen gemeldet. Die Unfälle endeten vorwiegend mit Blechschäden.

Im selben Zeitraum gingen rund 30 Meldungen bezüglich umgestürzter Bäume und abgebrochener Äste ein. Die Feuerwehren im ganzen Kanton stehen im Einsatz. Wegen mehren umgestürzten Bäumen sind seit heute Morgen die Verbindungsstrassen zwischen Rothenfluh (BL) und Anwil (BL), zwischen Rothenfluh (BL) und Wittnau (AG) sowie zwischen Oltingen (BL) und Rohr (SO) (Schafmatt) bis auf weiteres gesperrt.

Durch die grossen Schneemengen muss damit gerechnet werden, dass weitere Bäume und Äste dem Schneedruck nicht standhalten und umstürzen bzw. abbrechen. Es ist entsprechende Vorsicht geboten. Die Schneelast auf den Bäumen ist derzeit extrem hoch. Aus diesem Grund wird von einem Aufenthalt im Wald oder in der Nähe von Bäumen abgehalten.

Frontalkollision in Hersberg

Am Donnerstagabend kurz nach 17 Uhr kam es in der schneebedeckten Hersbergerstrasse in Hersberg zu einer Frontalkollision zwischen zwei Personenwagen. Drei Personen wurden dabei leicht verletzt. Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der Polizei Basel-Landschaft fuhr der 46-jährige Personenwagenlenker Richtung Arisdorf. Dabei geriet sein Fahrzeug in der abfallenden, mit Schnee bedeckten Strasse ins Schleudern, rutschte auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort frontal mit einem entgegenkommenden Personenwagen (SUV).

Blockierungen auf Tram- und Busnetz

Auf dem Bruderholz ist es am Freitagmorgen zu einer Blockierung der Tramlinien 15 und 16 gekommen. Zwischen Heiliggeistkirche und Bruderholz werden Ersatzbusse eingesetzt. Der Grund ist ein Fahrleitungsdefekt. Unterbrochen sind im Bereich Jakobsberg auch die Buslinien 37 und 47 der Baselland Transport AG (BLT). Ebenso ist die Tramlinie 10 in Rodersdorf blockiert. Der 10er fährt zurzeit nur bis Flüh. Auf dem ganzen Netz kommt es zu Verspätungen und Umleitungen.

Flughafen Basel-Mülhausen nach Schneeräumung wieder in Betrieb

Der EuroAirport Basel-Mülhausen hat am Donnerstagnachmittag wegen heftiger Schneefälle die Start- und Landebahn schliessen müssen. Mittlerweile ist der Flugbetrieb wieder aufgenommen worden.

Dennoch könne die vorübergehende Schliessung der Start- und Landebahnen für Schneeräumungen noch zu Verspätungen oder Flugausfällen führen, hiess es auf der Website des Flughafens.

Der Flughafen Basel-Mülhausen kündigte zudem an, bei anhaltender Wetterlage die Start- und Landebahnen erneut schliessen zu müssen. (sda)

red

504 Kommentare
    Kelly Janes

    In den basler Amtsstuben läuft das so. Wer mehr Leute unter sich hat bekommt mehr Lohn. Na dämmerts?