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Renten-ReformNach dem Blocher-Skandal überprüft Bundesrat seine Rente

225’000 Franken pro Jahr fürs Nichtstun: Das Ruhegehalt für Magistraten ist umstritten. Nach dem Fall Blocher will die Regierung Alternativen prüfen. Vor einem Jahr tönte das noch ganz anders.

Bis zu seiner Ruhegehaltsforderung verteidigte der Bundesrat die Rentenregelung energisch: Christoph Blocher in den Räumen der Fondation Pierre Gianadda in Martigny.
Bis zu seiner Ruhegehaltsforderung verteidigte der Bundesrat die Rentenregelung energisch: Christoph Blocher in den Räumen der Fondation Pierre Gianadda in Martigny.
Foto: Valentin Flauraud (Keystone)

Was war das damals für ein Auftritt! Bundeskanzler Walter Thurnherr sass im Ständerat. Sein Körper angespannt, die Brille schief. Er sah aus, als sei es ihm nicht wohl. So tönte er auch. Abgelöscht, frustriert. Voller Ennui.

Man solle, sagte Thurnherr, den Vorstoss für eine Überprüfung des bundesrätlichen Ruhegehaltes bitte ablehnen. «Es gibt keinen Mehrwert. Diese Frage wurde schon x-mal geprüft. Es sind immer dieselben Argumente, die auf den Tisch kommen.»

Und dann sagte Thurnherr das Ganze nochmals, aber in anderer Reihenfolge, damit es auch wirklich alle begreifen. «Die Frage ist in der Kommission x-mal diskutiert worden. Der Bundesrat sähe keinen Mehrwert darin, das System zu ändern. Die Argumente sind bekannt.»

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