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Spätes FrauenstimmrechtMuss der Bundesrat Sorry sagen?

Politikerinnen wie Tamara Funiciello oder Aline Trede fordern, der Bundesrat solle für das historische Unrecht um Verzeihung bitten.

Soll sich im Namen des Bundesrats bei den Frauen entschuldigen: Bundespräsident Guy Parmelin.
Soll sich im Namen des Bundesrats bei den Frauen entschuldigen: Bundespräsident Guy Parmelin.
Foto: Keystone

Die Entschuldigung ist das stärkste Mittel der Symbolpolitik.

«Für das Leid, das Ihnen angetan wurde, bitte ich Sie im Namen der Landesregierung aufrichtig und von ganzem Herzen um Entschuldigung.»

Das sagte Bundesrätin Simonetta Sommaruga 2013 zu den Schweizerinnen und Schweizern, die als Verdingkinder aufgewachsen sind.

Nun fordern Politikerinnen, dass sich der Bundesrat für die verspätete Einführung des Frauenstimmrechts entschuldigt. Die Schweiz führte 1971 als eines der letzten Länder Europas das Frauenstimmrecht ein. Deutsche Frauen können seit 1918 wählen und abstimmen, Italienerinnen seit 1946, Finninnen sogar seit 1906. «Unbedingt» soll sich der Bundesrat entschuldigen, sagt SP-Nationalrätin Tamara Funiciello. «Wie man das bei den Verdingkindern gemacht hat.»

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