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Distanzierung von BDS-BewegungMück bereinigt ihre Geschichte

Auf der Israel-Boykott-Seite im Internet erscheint die neu aus der Taufe gehobene Regierungskandidatin der Basta plötzlich nicht mehr – nur Stunden, nachdem sie die BaZ dafür kritisiert hat. Nun äussert sie sich dazu.

Vorher: Heidi Mück am Mittwochmorgen noch als Boykott-Aufruferin.
Vorher: Heidi Mück am Mittwochmorgen noch als Boykott-Aufruferin.
Screenshot: www.bds-info.ch
Nachher: Mück fehlt seit Mittwochnachmittag; eine andere Person wird Bildnachbar des früheren Stadtammanns Geri Müller aus Baden, der mit der antisemitischen Verschwörungsbewegung «We Are Change Switzerland» (WAC)  kokettiert.
Nachher: Mück fehlt seit Mittwochnachmittag; eine andere Person wird Bildnachbar des früheren Stadtammanns Geri Müller aus Baden, der mit der antisemitischen Verschwörungsbewegung «We Are Change Switzerland» (WAC) kokettiert.
Screenshot: www.bds-info.ch
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Es vergingen nur wenige Stunden, da ist das Foto von Heidi Mück in der Personengalerie von www.bds-info.ch verschwunden. Dies, nachdem die BaZ unter dem Titel «Mück ist eine Risikowette der Linken» geschrieben hatte: «Es ist schwer verständlich, dass ihr Foto noch immer in der Fotogalerie der antisemitisch gefärbten bis klar antisemitischen Bewegung BDS (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen gegen Israel) prangt.»

BDS ist eine Organisation mit dem Grundtenor «Kauft nicht bei den Juden» und genoss bis Mittwochmorgen die Sympathie von Heidi Mück. «Israelische Produkte? Nein, danke bis Israel das Völkerrecht anerkennt und die legitimen Rechte der Palästinenserinnen anerkennt», rief Mück schon früher zum Boykott auf.

Dies hat auch auf Twitter Reaktionen ausgelöst. So schrieb Grossrat Pascal Messerli (SVP) gleich: «Heidi Mück, welche gerne israelische Produkte boykottiert, ist absolut unwählbar und wäre als Regierungsrätin ein No-go. Für Rot-Grün ist die Quote offenbar wichtiger als Qualität.»

Nach den heftigen Reaktionen äussert sie sich nun erstmals. Sie distanziert sich von der BDS-Bewegung. Warum sie dies nicht schon vor Jahren getan hat, bleibt unklar – schliesslich wurde Mück schon in der Vergangenheit für ihr Mitmachen bei der antisemitisch gefärbten Bewegung kritisiert.

66 Kommentare
    hans mustermann

    Ich frage mich hier, was Anti-Israel mit antisemitisch zu tun hat. Wohl mag es viele geben, die dies gleichstellen. Fast offensichtlich ist, dass wenn jemand antisemitisch ist, auch Anti-Israel ist. Anti-Israel bedeutet aber nicht antisemitisch. Bitte hier Differenzieren.