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Da war mal wasMitunter ist der Advent eine düstere Zeit

Die Wochen vor Weihnachten bergen gefährliche Verlockungen.

Adventszeit heisst warten, bis es an Weihnachten wieder hell und farbig wird.
Adventszeit heisst warten, bis es an Weihnachten wieder hell und farbig wird.
Foto: Tages-Anzeiger

Seit letztem Sonntag sind wir im Advent. In knapp drei Wochen ist der kürzeste Tag. Für viele ist dies übrigens ein freudiges Ereignis; denn nachher werden die Tage – auch wenn man lange nichts davon merkt – wieder länger. Doch vorher gilt es durchzuhalten und die Dunkelheit zu ertragen.

In meiner Kindheit mussten wir im Religionsunterricht auch noch die typischen, in Moll-Tonarten gehaltenen Adventslieder «Es kommt ein Schiff geladen» oder «Oh Heiland, reiss die Himmel auf» singen, die auch nicht gerade zur Hebung der Stimmung beitrugen. Auch der Santichlaus war nicht eben ein Aufsteller. Ohne Schnee war das alles fast nicht auszuhalten. Wären da nicht die kleinen Freuden beim Öffnen des täglichen Türchens am Adventskalender und das bisschen Licht des Adventskranzes gewesen. Und natürlich das Einstudieren des Krippenspiels in der Schule. Das alles, und der mitunter fast nicht zu stillende «Gwunder», was es wohl zu Weihnachten gebe, machten das Leben im Dezember letztlich dann doch erträglich – und auf eine spezielle Art sogar reizvoll.

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