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«Mitte ist eine Position, aber noch kein Inhalt»

Plädiert für eine Politik der Konkordanz. Pfister ist mit der Zusammenarbeit mit FDP und SVP unzufrieden.

Was machen Sie, wenn Sie am 5. Dezember doch zum Bundesrat gewählt werden?

Verstehen Sie die Enttäuschung über die vier Kandidaten der CVP?

Was kann ein guter Bundesrat?

Wer kann das heute?

Und die zweite Eigenschaft?

Und wer kann das Ihrer Meinung nach?

Alain Berset ist ein Teamplayer?

Wie beurteilen Sie die FDP-Kandidaten für die Nachfolge von Johann Schneider-Ammann?

Vor vier Jahren haben Sie in einem Text in der Basler Zeitung für eine stärkere bürgerliche Zusammenarbeit plädiert. Was ist daraus geworden?

Und alle drei haben versagt?

Und darum machen Sie weiterhin lieber einen Deal mit der SP als mit den anderen bürgerlichen Parteien?

Erklären Sie das an einem Beispiel.

Bei welcher die SP alles bekommen hat, was sie forderte. Wieso haben Sie da nicht auf eine bürgerliche Lösung hingearbeitet?

Die CVP positioniert sich immer noch als Brückenbauerin, die Kompromisse organisiert. Das ist die CVP Ihrer Vorgänger, die jede Wahl verloren hat.

Wer ist der härteste Konkurrent bei den kommenden Wahlen?

Etwas genauer? Traditionell ist es die FDP.

Ist es in den Stammlanden nicht die SVP? Und zu deren Themen wie Migration oder Europa sagen Sie nichts.

Genau, aus der ganzen Welt, nicht nur aus der EU. Das ist unbestritten.

Er muss das, weil CVP und FDP um jeden politischen Preis an der Personenfreizügigkeit festhalten.

Doch, weil wir nicht mehr auswählen können, wer zu uns kommt. Der osteuropäische Sozialhilfeempfänger hat freien Zugang, das chinesische Informatiktalent nicht.

Hätte die CVP nicht mehr Chancen bei den Wahlen, wenn sie konservativ wäre?

Ein wichtiges Thema im Wahlkampf wird unsere Beziehung zur EU sein. Da weiss man nicht, wo die CVP steht. Wollen Sie das Rahmenabkommen?

Machen Sie ein Beispiel.

Wäre die Souveränität beeinträchtigt, wenn die meisten Streitfälle statt vom Schiedsgericht vom Gerichtshof der EU in Luxemburg beurteilt würden?

Und die Übernahme der Unionsbürgerrichtlinie, welche die EU fordert?

Es gibt auch in Ihrer Partei die Stimmen, welche sagen, man müsse nun einfach den Mut haben, etwas zu unterzeichnen.

Die Wirtschaft fürchtet um den Marktzugang.

Es ging allerdings immer um Wirtschaftsbeziehungen, nie um institutionelle Bindungen.

Wie meinen Sie das?

Der Migrationspakt ist das Projekt von Beamten, die Politik machen wollen, ohne gewählt zu sein. In fünf Jahren fordern sie dann zusammen mit Hilfswerken eine Gesetzesrevision, obwohl der Pakt immer als unverbindlich dargestellt wurde.

Bei uns schon. Aber in anderen Ländern wird immer mehr über die Köpfe der Leute und sogar am Parlament vorbeientschieden – mit dem Argument, das Problem lasse sich nur weltweit lösen.

Diese Internationalisierung von Politik bedeutet letztlich die Auflösung des Nationalstaates. Wie finden Sie das?

Dann ist aber diese EU, welche die Nationalstaaten ablösen will, eine Fehlkonstruktion.

Und was bedeutet das für die Gegenwart?

Hat sich die Bürokratie in Brüssel zuletzt nicht radikalisiert? Denken Sie daran, wie man mit den Briten umgeht.