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Sforza nach dem Cup-Debakel«Mit Kritik muss ich umgehen können»

FCB-Trainer Ciriaco Sforza nach dem denkwüridgen 2:6 im Schweizer Cup gegen den FC Winterthur.

… die Gründe der 2:6-Niederlage:

«Ich habe nach dem Spiel von einer Katastrophe gesprochen, dabei bleibe ich. Ich glaube, dieses Spiel haben wir über die Leidenschaft, die Zweikampfbereitschaft, das Laufverhalten verloren. Ich kann doch von meinen Spielern erwarten, dass sie laufen, dass sie Bereitschaft zeigen. Das hat mir gefehlt und das war am Ende der Unterschied.»

… die fehlende Bereitschaft nach der Pause:

«Wir haben Spieler im Kader, die so eine Situation noch nicht kennen. Taulant Xhaka fehlt uns zum Beispiel schon die ganze Saison, das ist ein Winnertyp. Dies fehlt gewissen Spielern im Moment, ein paar sind müde im Kopf. Aber das heisst nicht, dass es nicht mehr geht, dass die Spieler nicht mehr wollen. Denn sie wollen.»

… die Aussagen von Valentin Stocker in der Halbzeit:

««Da muss man sehr vorsichtig sein. Er hat nicht das Konzept der Mannschaft angegriffen. Ich habe mit ihm nach dem Spiel gesprochen. Es gibt kein Problem mit der Mannschaft oder mit dem Trainer. Das ist nicht fair, ihn jetzt so als Kritiker hinzustellen. Da muss ich ihn schützen.»

Geschockte Gesichter bei Edon Zhegrova und Jasper van der Werff während der Niederlage gegen Winterthur.

… die Aussprache zwischen Fans und Spielern:

«Ich war nicht vor dem Stadion, weil ich zu diesem Zeitpunkt noch Interviews gegeben habe. Die Fans und das Team haben sich ausgesprochen und das finde ich auch gut. Ich habe sowas als Fussballer in Deutschland auch schon erlebt. Das ist ein Zeichen, dass die Fans hinter dem Verein stehen. Und wir wären froh, wenn wir sie alle wieder im Stadion haben können. Wir brauchen ihre Unterstützung.»

… die Rückendeckung durch Bernhard Burgener:

«Ich hatte Kontakt mit Bernhard Burgener und er hat sich mit seinem Statement deutlich für die Trainer und für die Mannschaft ausgesprochen. Das zeigt sein volles Vertrauen. Wichtig ist, dass man aus so einer Phase zusammen wieder rauskommt.»

… die Kritik an seiner Person:

«Ich bin mit vollem Herzen beim FCB, aber mit Kritik muss ich umgehen können. Solange es fair ist, kann ich damit leben.»

… die Stimmung im Training:

«Wir waren alle enttäuscht über das Ausscheiden. Aber wir müssen im Training jetzt nicht alles anders machen. Wir haben das Spiel intern angeschaut und ich habe mich mit meinem Staff und einzelnen Spielern ausgetauscht. Da sieht man, dass die Leidenschaft fehlt. Es ist meine Aufgabe, mit dem Team die Punkte besser zu machen. Jeder – das fängt bei mir an – muss jetzt voll konzentriert auf den Fussball sein. Und im Training heute waren die Spieler sehr fokussiert.»

36 Kommentare
    A. Probst

    Die Kritiker (inkl. Journalisten) mögen etwas von Fussball verstehen. Das Tief beim FCB hat jedoch weniger mit Fussball zu tun, sondern mit der Unruhe im Klub. Das können Spieler und Trainer nicht einfach so wegstecken. Folge: Der FCB ist zur Zeit wie in einer Negativspirale (Pleiten, Pech und Pannen). Der Weg aus diesem Tief braucht viel Kraft und Geduld. Druck von aussen ist kontraproduktiv.