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StadtjägerMit Dreizack und aufgerissenen Augen

Auf seiner jahrhundertelangen Wanderschaft hat der Neptunbrunnen nun seinen Platz an der Chorwand der Barfüsserkirche gefunden.

Da steht er, der bärtige Neptun. Seinen linken Fuss setzt er bestimmend auf den Kopf eines Delfins, dessen Leib sich wie ein Gurt um die Hüfte des römischen Wassergottes legt.
Da steht er, der bärtige Neptun. Seinen linken Fuss setzt er bestimmend auf den Kopf eines Delfins, dessen Leib sich wie ein Gurt um die Hüfte des römischen Wassergottes legt.
Foto: Dominik Heitz

Sieht er einen Dämon aus der Unterführung kommen? Hat er einen unheimlichen Tagtraum? Oder eine göttliche Erscheinung? Mit aufgerissenen Augen und leicht geöffnetem Mund steht er da, der bärtige Neptun mit Dreizack. Seinen linken Fuss setzt er bestimmend auf den Kopf eines zähnebleckenden Delfins, dessen schlangenförmiger Leib sich wie ein Gurt um die Hüfte des römischen Wassergottes legt und dabei dessen Blösse bedeckt.

Seit neustem steht dieser Neptun über seinem Brunnentrog direkt an der Chorfassade der Barfüsserkirche und blickt zur Fussgängerpassage, die unter dem Steinenberg zum Theater Basel führt. Es ist seine vorläufig letzte Station. Immer wieder hat er seinen Standort wechseln müssen. Ursprünglich befand er sich im hinteren Teil des Mentelinhofs am Münsterplatz 14, denn Andreas Burckhardt-Thierry, der damals in diesem Haus wohnte, hatte den Brunnen 1706 für diesen Ort in Auftrag gegeben.

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