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In der Stube – und draussenMit dem Velo durchs Baselbiet

Nach Homeoffice und geschlossenen Sportstätten müssen die Pfunde wieder weg. Der angenehmste Weg dafür ist ein Ausflug mit dem Zweirad. Wir haben eine besonders schöne Route getestet.

Grüne Wiesen, kühle Wälder, erfrischende Bäche: Radfahren in der Region Basel.
Grüne Wiesen, kühle Wälder, erfrischende Bäche: Radfahren in der Region Basel.

Es ist ja wirklich gemein. Die Corona-Krise scheint in der Schweiz fürs Erste überstanden, wir können uns wieder öfters nach draussen begeben – und ausgerechnet jetzt sind die Temperaturen so hoch, dass wir uns in die Sommerkleidung zwängen müssen. Dabei waren Homeoffice, geschlossene Sportstätten und viel Zeit fürs Kochen nicht sehr hilfreich für das Formen einer sommergerechten Figur. Nun muss deshalb nachgeholt werden, was im Frühling nur begrenzt möglich war: Bewegung. Und in Basel klappt das traditionell am besten auf dem Zweirad.

Für Velofans ist die Website www.schweizmobil.ch Pflichtstoff. Für alle Regionen der Schweiz findet man hier die schönsten Routen für einen Fahrradausflug. Dazu gibt es Informationen zur Strassenbeschaffenheit, zum Höhenprofil und dem Verkehrsaufkommen. Auch rund um Basel gibt es diverse Routen, die Sie auch als weniger geübter Velofahrer problemlos befahren können und die sich wunderbar mit einem Picknick, einem Abstecher ins kühle Nass oder einem Kaffee in einem Gasthaus kombinieren lassen.

Der Autor dieser Zeilen hat sich für Sie in die Radlerhose gestürzt und eine der Routen getestet. Die Wahl fiel auf die Strecke BaselDelémont. 43 Kilometer, keine allzu üblen Anstiege – machbar. Praktisch: Die alte Wanderkarte mit den Eselsohren können Sie zu Hause lassen. Bereits ab dem Start beim Bahnhof Basel SBB ist jede Richtungsänderung bestens ausgeschildert. Die roten Velowegweiser führen Sie zielsicher bis in den Jura.

An der Grün 80 vorbei gehts raus aus der Stadt und rein ins ländliche Baselbiet. Die Birs entlang schlängelt sich die Route durch Münchenstein, Dornach und Arlesheim. Zwischen Aesch und Duggingen lohnt sich ein Blick auf das Schloss Angenstein, in Laufen ein Picknick am Ufer der Birs. Auf den grossen Steinen unterhalb des kleinen Wasserfalls schmeckt der Klöpfer besonders gut. Was nun noch folgt, sind Kilometer des Genusses. Grüne Wiesen, kühle Wälder, idyllische Lichtungen, Bauernhöfe, Kühe, Hühner, Pferde. Und mit den Huftieren wechselt auch die Sprache. Plötzlich ist die Beschreibung auf den Schildern französisch und Delémont nicht mehr fern.

Den jurassischen Hauptort erreicht man je nach Ausdauer nach rund 2,5 Stunden Fahrzeit. Das kühle Bier in der Altstadt schmeckt erfrischend wie selten und lässt schmerzende Beine, Hintern und andere Körperteile schnell vergessen. Mit dem Zug ist man in einer halben Stunde zurück in Basel. Genug Zeit, um eine nächste Route fürs kommende Wochenende zu planen.

Die BaZ-Serie «In der Stube – und draussen» gibt täglich Tipps, die dabei helfen sollen, die Corona-Zeit
halbwegs sportlich zu überbrücken.