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Firmen engagieren GesichtsleserMit dem richtigen Gesicht zum neuen Job

Das Internet weiss fast alles über uns – ausser das Wichtigste: wer wir wirklich sind. Persönlichkeitstests und Gesichtleser sind uns jedoch auf der Spur.

Gesichtleser gehen davon aus, dass sich unsere Persönlichkeit am Gesicht ablesen lässt. Firmen machen sich dies zunutze.
Gesichtleser gehen davon aus, dass sich unsere Persönlichkeit am Gesicht ablesen lässt. Firmen machen sich dies zunutze.
Foto: Getty Images/Cultura RF

Erfunden hat es ja Roger Schawinski. «Wer sind Sie?», pflegte er seine Talkshow-Gäste zu Beginn des Gesprächs zu fragen. Und das, obwohl die meisten von ihnen ja prominent waren und man eigentlich alles über sie wusste: ihren Werdegang, mit wem sie liiert sind, welche politischen Ansichten sie teilen – aber eben nicht das Wichtigste: wie es hinter der Fassade aussieht. Die Frage «Wer sind Sie?» wäre perfekt dafür gewesen; die Antworten waren trotzdem selten aufschlussreich. Das ist kaum verwunderlich: Was würde man denn selber darauf erwidern?

Trotzdem oder vielleicht genau deswegen gibt es kaum eine Frage, die viele brennender interessiert. Wir wollen wissen, wer wir wirklich sind, welche Talente, Schwächen und Potenziale wir haben. Persönlichkeitstests im Internet boomen. Zu den bekanntesten zählt «16 Personalities», bei dem man sich zwölf Minuten lang durch Fragen klickt wie «Normalerweise beginnen Sie keine Gespräche» oder «Sie fühlen sich für gewöhnlich hochmotiviert und voller Energie» und dann eine von sieben Antwortstufen zwischen «Stimmt» oder «Stimmt nicht» wählt. Die Website wirbt damit, dass das Resultat so genau ausfalle, dass es fast «ein bisschen unheimlich» sei.

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