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Michael Lang hält Linie

«Hey, das ist jetzt mein Alltag.» Der ehemalige Basler Aussenverteidiger in seinem neuen Wohnzimmer – dem Borussiapark in Mönchengladbach.

Dabei war der Einstieg nicht leicht.

Sie waren erst ein paar Tage in Gladbach, ehe Sie sich verletzten.

Aussenbandriss. Sechs Wochen Pause.

Meine Vermutung: zu wenig Erholung und zu viel Ehrgeiz.

Kann man sich in so einer Phase sagen: Jetzt muss ich die Zeit nutzen, um mich hier so gut wie möglich einzuleben.

Airbnb?

Das hört sich aber gar nicht nach der schillernden Bundesliga-Welt an.

Haben Sie inzwischen Ihre richtige Wohnung bezogen?

Das konnten Sie in Basel doch auch.

«Vorzeige-Profi»

Gladbach ist der vorerst letzte Schritt Ihrer Reissbrett-Karriere.

Na ja, Ihre Laufbahn passt zu dem Bild, das viele Menschen von Ihnen haben: ohne Ecken und Kanten.

War Ihnen klar, dass es nur so geht?

Ist dieser Weg akribische Planung – oder pures Glück?

Sie haben im Winter 2014/15 ein Angebot des FCB ausgeschlagen, der Sie schon da verpflichten wollte. Woher kam das Selbstvertrauen, Nein zu sagen?

Eine andere Wendung hätte Ihre Karriere auch vor einem Jahr nehmen können, als Swansea Ihnen 50 000 Pfund Lohn bot – pro Woche.

Wieso?

Wie lange mussten Sie überlegen, diese Offerte abzulehnen?

Das hört sich alles so vernünftig an. Dabei kann einem die Summe von 50 000 Pfund pro Woche ordentlich den Kopf verdrehen.

Was hilft Ihnen bei solchen Entscheidungen: ein gesunder Menschenverstand, das gute Elternhaus oder doch ein verlässlicher Berater?

Das heisst, wir sehen Sie zum Ende der Karriere noch bei Tianjin Quanjian?

Wann sind Sie mit sich und Ihrer Karriere im Reinen?

Eine Nostalgie-Rückkehr zum FCB wird es bei Ihnen also nicht geben?

Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Leistungen ausreichend gewürdigt werden? Oder fühlen Sie sich unterschätzt?

Und trotzdem fordert niemand: Michael Lang muss in der Nationalmannschaft spielen. Fehlt Ihnen diese Rolle?

Keine Frage. Aber Sie standen immer hinter Captain Stephan Lichtsteiner.

Der letzte Zusammenzug verlief für Sie aber sicher enttäuschend.

Haben Sie sich je die Frage gestellt, ob Sie im Trikot der Schweiz vielleicht nie eine tragende Rolle spielen?