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Frauen erzählenMenstruation im Sport – Zeit, das Tabu zu brechen

Der Einfluss des Zyklus auf Wohlbefinden und Leistung ist gross. Doch Athletinnen, die darüber reden, sind rar. Ihre Aussagen und Erkenntnisse verblüffen.

Schlapp, Unwohlsein, Krämpfe: Bis jetzt wurde das im Sport kaum in Zusammenhang gesetzt mit dem weiblichen Zyklus. Das ändert sich allmählich.
Schlapp, Unwohlsein, Krämpfe: Bis jetzt wurde das im Sport kaum in Zusammenhang gesetzt mit dem weiblichen Zyklus. Das ändert sich allmählich.
Foto: Plainpicture

Genau dann passiert es. Wenn es kalt ist und neblig, während eines intensiven Trainings, auf 3500 Meter über Meer, wo es nicht an Schnee, aber bestimmt an Toiletten mangelt. «Wenn die Menstruation dann eintritt», sagt Michelle Gisin, «dann geht das gar nicht. Es ist der Horror und unglaublich unangenehm.»

Mehrmals ist es vorgekommen, dass die Kolleginnen durch die Tore rasten, Gisin aber auf der Piste lag und sich krümmte vor Schmerzen im Unterleib. Und fast Panik kriegte beim Gedanken, dass sie erst in ein paar Stunden im Hotel liegen wird.

Oft fragte sie sich: «Was ist los? Was stimmt nicht mit mir?» Immer wieder mal konnte Gisin ein Training nicht wie geplant durchziehen. Weil sie Bauchkrämpfe plagten, weil sie sich müde fühlte. An jenen Tagen wollte sie es erzwingen, sie ging übers Limit, überhörte Signale. Und kriegte die Quittung. Menstruation bei Sportlerinnen: Es ist noch immer ein Tabuthema. Bei Trainern. Bei Athletinnen.

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