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Neuer Weiher für ReinachMensch und Natur im Einklang miteinander

Am Standort der ehemaligen Kläranlage am Rand der Reinacher Heide wurde ein Biotop erschaffen, das den Bedürfnissen von Mensch und Natur gerecht wird.

Gemeindepräsident Melchior Buchs und Gemeinderätin Doris Vögeli freuen sich über den neuen Natur- und Erlebnisweiher in Reinach.

Foto: Pino Covino
Gemeindepräsident Melchior Buchs und Gemeinderätin Doris Vögeli freuen sich über den neuen Natur- und Erlebnisweiher in Reinach.

Foto: Pino Covino

Auf den ersten, kurzen Blick gibt sich die Natur zurückhaltend. Es braucht Geduld, ein gutes Auge, offene Ohren und natürlich auch etwas Glück. Eine Eidechse, die neugierig zwischen den Schottersteinen hervorguckt, eine Libelle, die über der Wasseroberfläche ihre Kreise zieht, und abends quakende Wasserfrösche, die sich zur Überraschung der Verantwortlichen ihren Raum bereits erobert haben.

Die Gemeinde Reinach hat in Zusammenarbeit mit Vereinen und Stiftungen am Rand der Reinacher Heide einen Ort erschaffen, der Menschen Platz für Erholung und Erlebnisse und Pflanzen und Tieren wertvolle Naturflächen bietet. Etwas über eine halbe Million Franken hat der am Freitag eröffnete Natur- und Erlebnisweiher gekostet.

Der Natur ihren Spielraum lassen

Noch sieht es mit dem Schottergestein, der für die ehemalige Auenlandschaft typisch eist, leicht kahl aus. Doch im Berich, der für Menschen nicht zugänglichen ist, in dem die Natur Vorrang hat, ist bereits zu erkennen, mit welcher Kraft und Geschwindigkeit sich die Natur ihren Platz nimmt. Im Gegensatz zum vorderen Bereich, in dem man den Weiher auch betreten darf, spriessen dort schon dicht Pflanzen. «Das ist alles von allein aus dem bestehenden Samenpool des Areals gewachsen», schwärmt Marc Bayard, Leiter Abteilung Umwelt und Energie der Gemeinde Reinach.

Der Weiher wird schon in wenigen Jahren anders aussehen als heute. Der Natur wird dafür der nötige Spielraum gelassen, damit sie sich entwickeln kann. Eine enge Begleitung, auch betreffend Einflüsse von aussen, sei aber nötig, betont Marc Bayard. Es ist die Verbindung der Bedürfnisse von Mensch und Natur, die dieses Projekt so speziell macht. Dies unterstrich auch Landratspräsident Heinz Lerf (FDP), der von einem «vorbildlichen Miteinander» und von «Pionierarbeit» sprach. Sie wollten mit diesem naturnahen Raum im sonst dicht besiedelten Gebiet zur Sensibilisierung für die Natur beitragen, sagte die zuständige Reinacher Gemeinderätin Doris Vögeli (BDP).