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Die Fratze der Realpolitik

Am tiefsten in der libyschen Falle sitzt Italien, dessen Premier Berlusconi sich wie kein anderer als Freund Ghadhafis profiliert hat.

Zuerst brannte Tunesien, ohne dass die westliche Welt auch nur im Geringsten auf den Sturz des von ihr gehätschelten Diktators Ben Ali vorbereitet gewesen wäre. Dann brannte Ägypten, und wieder wussten Europäer und Amerikaner lange nicht, wie sie auf den Fall Mubaraks reagieren sollten. Nun hat der Flächenbrand der Volksaufstände Libyen erfasst, was die EU in arge diplomatische Nöte versetzt.

In Tunesien sah besonders Frankreich alt aus, dessen Minister sich noch bis vor kurzem Ferien von Ben Ali bezahlenliessen. In Ägypten taten sich vor allem die USA und Israel schwer, das Ende des «geopolitischen Stabilitätsfaktors» Mubarak zu akzeptieren. Am tiefsten in der libyschen Falle sitzt Italien, dessen Premier Berlusconi sich wie kein anderer als Freund Ghadhafis profiliert hat.

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