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Kolumne Christian SeilerMeine Pita-Attacke auf das Virus

Covid-19 legt die Geschmacksknospen lahm – Zeit, mit einer Überdosis an Aromen aufzutrumpfen.

Eine Waffe, die keine Viren vernichtet, aber wenigstens tröstet: Chicken Musahkan
Eine Waffe, die keine Viren vernichtet, aber wenigstens tröstet: Chicken Musahkan
Foto: Carmen Palma

In den Zeiten von Covid über Essen zu schreiben, hat natürlich eine paradoxe Tangente. Unter den vielen Wirkungen, die das beschissene Virus mit sich bringt, gilt der Geschmacks- und Geruchsverlust als so ziemlich eindeutigstes Symptom für eine Covid-Infektion.

Das nehme ich persönlich. Einige Freunde von mir hatten sich mit dieser Wirkung herumzuschlagen, ich zitiere den Fotografen Ingo Pertramer: «Ich hatte keine Ahnung, ob ich gerade ein Glas Orangensaft oder Heizöl trinke.» Eine Bekannte, die sich schon im vergangenen Frühjahr infizierte, riecht und schmeckt bis heute nichts. Sie stellt sich langsam auf ein Leben ohne diese unmittelbarsten Sinne ein. Es ist, sagt sie, wie eine Amputation.

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