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Elternfrage: Frust bei ZweijährigenMein Kind beisst! Wie soll ich reagieren?

Beissen kommt bei kleinen Kindern häufig vor. Elternberaterin Daniela Melone erklärt, warum es sich lohnt, diese Situationen aber doch etwas genauer zu betrachten.

Schnapp, schnapp: In manchen Momenten können Kleinkinder gar nicht anders, als ihrer Frustration ungehemmt Ausdruck zu verleihen.
Schnapp, schnapp: In manchen Momenten können Kleinkinder gar nicht anders, als ihrer Frustration ungehemmt Ausdruck zu verleihen.
Illustration: Benjamin Hermann

Liebe Daniela, unser fast zweijähriger Sohn ist eigentlich total liebenswürdig und sozial. Aber: Er beisst! Wenn ihm etwas nicht passt oder wenn er wütend ist, schnappt er einfach zu. Gerne auch bei fremden Kindern auf dem Spielplatz. Mir ist das total unangenehm! Wie bringe ich ihm bei, seinen Frust anderweitig rauszulassen, ohne anderen zu schaden? Claudia (33), aus Zürich

Liebe Claudia, herzlichen Dank für Ihre Frage. Ich stelle mir folgende Situation vor: Ihr Sohn spielt mit einem anderen Kind. Nach einiger Zeit möchten beide mit dem gleichen Spielzeug spielen. Das andere Kind ist vielleicht schneller und nimmt das Spielzeug in Beschlag. Ihr Sohn versucht wiederholt und auf verschiedene Arten, an das Spielzeug heranzukommen, aber es geling ihm nicht. Sein Körper spannt sich an, sein Atem geht schneller. Sein Spielkamerad denkt allerdings nicht daran, das Spielzeug freizugeben. Alles, was Ihr Sohn versucht, ist nicht zielführend und das Spielzeug rückt in weite Ferne. Er ist zunehmend verzweifelt und frustriert. Und, aus einem plötzlichen Handlungsimpuls heraus, beisst er zu.

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