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Kampfansage von EasyjetMassenhaft Flüge unter 20 Franken

Der britische Billigflieger macht seinem Ruf alle Ehre. Schnäppchenjäger müssen sich aber gedulden.

Sicherheit steht im Vordergrund. Auch bei EasyJet müssen Besatzung und Passagiere Schutzmasken tragen.
Sicherheit steht im Vordergrund. Auch bei EasyJet müssen Besatzung und Passagiere Schutzmasken tragen.
Foto: zvg

Auf den ersten Blick ist die Flugwelt in Basel wieder so wie vor Corona. Easyjet lockt mit günstigen Angeboten für 66 Flugziele ab Basel-Mülhausen. Flüge nach Prag oder Dresden kosten nur 16 Franken. Wer nach Athen will, bezahlt 22 Franken. Der Mehrstundenflug nach Hurghada ist mit 18 Franken sogar etwas günstiger.
Profitieren wird aber nur, wer frühzeitig einen Flug bucht. So gelten die Kampfangebote für Prag etwa für den 11. und jenes nach Dresden für den 13. November. Wer praktisch gratis ans Rote Meer fliegen will, muss gar bis zum 8. Dezember warten.

Aktuell werden vom Euro-Airport aus 12 Destinationen bedient.

Das Frühbucherparadies für Schnäppchenjäger gilt nicht nur für das diesjährige, sondern auch für das nächste Jahr. So können seit rund zwei Wochen Flüge bis zum 31. Mai 2021 gebucht werden. Vom 2. Juli an kommen Flüge bis Juni 2021 hinzu und vom 3. August an jene für Juli 2021.

So richtig zurück am Basler Himmel sind die orangefarbenen Airbus-Flugzeuge am 1. Juli. Neben anderen Destinationen sind dann auch wieder Flüge nach Berlin-Schönefeld, Faro, London-Gatwick, Nizza, Nantes, Bordeaux und Brindisi möglich. Sommerferien am Mittelmeer oder an der Atlantikküste rücken wieder in Reichweite.

Das Angebot werde laufend an die Nachfrage angepasst, heisst es bei Easyjet. Die britische Fluggesellschaft ist mit einem Marktanteil von 60 Prozent klare Marktführerin auf dem binationalen Flughafen. Aktuell erwägt Easyjet die Aufnahme von 100 Destinationen ins Flugprogramm.

Im Zentrum stehe jederzeit die Sicherheit des Passagiers, heisst es bei Easyjet. Die Flugzeuge würden deshalb verstärkt gereinigt und desinfiziert. Zudem seien Passagiere und Besatzung verpflichtet, eine Maske zu tragen.
Wie andere Luftfahrtgesellschaften auch befindet sich Easyjet wegen Covid-19 in argen Turbulenzen. So haben die Briten eben erst frisches Geld beschafft. Für fast 500 Millionen Franken wurden bei Investoren 59,5 Millionen neue Aktien platziert. Dies entspricht einer Kapitalerhöhung von 15 Prozent.

Trotzdem dürften auch bei Easyjet Entlassungen unvermeidlich sein. Solche hat eben erst Jet Aviation, der älteste und grösste Luftfahrtdienstleister am Euro-Airport (EAP), verkündet. Auf 200 der 1200 Mitarbeiter wartet der blaue Brief. Jet Aviation ist auf die Umrüstung von Verkehrsflugzeugen in Privatjets für wohlhabende Kunden spezialisiert. Die Tochtergesellschaft des US-Verteidigungskonzerns General Dynamics könnte deswegen aber noch Ärger mit den französischen Behörden kriegen. Der Entlassungsplan entspreche nicht den französischen Vorschriften für Sozialpläne, kritisieren Gewerkschafter.

Wizz Air trotzt Corona

Aktuell werden vom EAP aus 12 Destinationen bedient. KLM fliegt Amsterdam siebenmal die Woche an, Wizz Air, während des Lockdown weiterhin in der Luft, fliegt nach Belgrad, Budapest, Bukarest, Cluj, Nis, Tuzla, Sofia und Warschau. Austrian Airlines bedient viermal die Woche Wien. Lufthansa, weltweit wieder mit 130 Destinationen verbunden, hat den Flugverkehr von Basel-Mülhausen nach München wieder aufgenommen. Pegasus Airlines und Turkish Airlines bedienen die türkische Metropole Istanbul.

Wer kurzfristig ab Basel verreisen will, hat auf den ersten Blick aber häufig ein Problem. So werden bei Easyjet Flüge auch dann als «ausverkauft» gekennzeichnet, wenn unsicher ist, ob sie zum Beispiel wegen einer tiefen Buchung stattfinden können. Von einem regulären Flugbetrieb ist der EAP noch weit entfernt.