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Goldgrube im MüllMann will wegen verlorenen Bitcoins Deponie umgraben

Ein Brite hat versehentlich eine Festplatte mit Bitcoins im Wert von rund 240 Millionen Franken weggeworfen. Nun kämpft er mit den Behörden um die Erlaubnis, seinen Schatz ausgraben zu dürfen – und lockt mit einer saftigen Belohnung.

Verbirgt manchmal auch einen Schatz: Eine Mülldeponie in England.
Verbirgt manchmal auch einen Schatz: Eine Mülldeponie in England.
Foto: Peter Macdiarmid (Getty Images/Archiv)

Ein IT-Ingenieur hat einer walisischen Stadt eine saftige Belohnung versprochen, wenn sie ihm beim Umgraben einer Mülldeponie hilft und dort seine versehentlich weggeworfene Festplatte mit wertvollen Bitcoins wiederfindet. Wie britische Medien am Freitag berichteten, soll die Stadt Newport 25 Prozent des Wertes für einen Corona-Hilfsfonds erhalten – immerhin finden sich auf der Festplatte nach derzeitigem Kurs umgerechnet rund 240 Millionen Franken.

Den Berichten zufolge warf der 35-jährige James Howells die Festplatte seines alten Laptops im Sommer 2013 beim Ausmisten seines Büros versehentlich weg. «Ich hatte zwei identische Festplatten und entsorgte die falsche», sagt Howells gegenüber «The Guardian». Seitdem verrostet die Schatzkiste mutmasslich auf einer Mülldeponie in Newport im Süden von Wales. Die Behörden weigern sich seit Jahren, der Bitte des Pechvogels nachzukommen und die Deponie umzugraben – das sei nicht erlaubt und es gebe erhebliche Umweltrisiken.

Suche würde Millionen kosten

Die Haltung des Gemeinderats «ergibt keinen Sinn», beschwerte sich Howells gegenüber «The Guardian». Dem Sender BBC zufolge lagern auf der Festplatte 7500 Bitcoins, die Howells 2009 für einen Spottpreis erworben hatte. Zuletzt stand der Kurs der digitalen Währung bei rund 33’000 Franken.

Die Stadt Newport erklärte, seit 2014 schon mehrfach wegen der Festplatte kontaktiert worden zu sein. Sie verweist darauf, dass sich die Kosten einer Suche auf mehrere Millionen Pfund belaufen könnten – ohne eine Garantie, die Festplatte funktionstüchtig zu finden. Ausserdem stehe es der Stadt gar nicht zu, die Deponie umzugraben und somit eine Erlaubnis dafür zu erteilen.

Howells hat mittlerweile sogar Finanzinvestoren aufgetrieben, die gegen eine Beteiligung am Bitcoin-Schatz die Kosten der Suche übernehmen würden. Er selbst ist sich sicher, dass die Festplatte «vielleicht aussen verrostet» sei, der Teil jedoch, wo die Daten gespeichert seien, noch funktioniere.

AFP

10 Kommentare
    Oliver Stoll

    Daher kommt wohl der Begriff "Bitcoin-Mining"... :-)