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Milliardenschwerer BilanzskandalManager räumten Wirecard vor der Pleite leer

Der Insolvenzverwalter erhebt schwere Vorwürfe gegen die alte Führung. Sie soll rechtzeitig vor dem Untergang im Juni systematisch Geld beiseite geschafft haben.

Er steht im Mittelpunkt des Skandals: das untergetauchte Ex-Geschäftsleitungsmitglied Jan Marsalek. Er wurde im Sommer in ganz Deutschland mit Fahndungsplakaten gesucht – hier in Hamburg.
Er steht im Mittelpunkt des Skandals: das untergetauchte Ex-Geschäftsleitungsmitglied Jan Marsalek. Er wurde im Sommer in ganz Deutschland mit Fahndungsplakaten gesucht – hier in Hamburg.
Foto: Daniel Bockwoldt (Keystone/DPA)

Gleich drei wichtige Botschaften in einem Mail hatte Michael Jaffé, der Insolvenzverwalter des deutschen Zahlungsdienstleisters Wirecard, als er jetzt die Belegschaft per Rundmail anschrieb. Die Mitarbeiter erhielten eine Zusage, die beruhigt, einen Hinweis, der hoffen lässt und eine Nachricht, die noch einmal für Frust sorgen dürfte.

Die Zusage erwähnte Jaffé ziemlich am Schluss seines Mails, «der Vollständigkeit halber». Die Gehälter würden in der letzten Oktoberwoche «selbstverständlich termingerecht bezahlt werden». Nach der milliardenschweren Pleite vor vier Monaten war das alles andere als leicht gewesen. Jaffé hatte eine nahezu leere Konzernkasse vorgefunden.

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