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«Die Stasi brach auch bei uns zu Hause ein»

Mit den Montagsdemonstrationen begann vor 30 Jahren, was am 9. November 1989 friedlich endete: Der Fall der Mauer. Ein Gespräch mit Hans-Georg Hofmann über jene schicksalhaften Tage.

Hans-Georg Hofmann war einer der Letzten, der den obligatorischen Militärdienst in der DDR absolvieren musste.

Hans-Georg Hofmann war einer der Letzten, der den obligatorischen Militärdienst in der DDR absolvieren musste.

(Bild: Kostas Maros)

Hans-Georg Hofmann, wo waren Sie beim Mauerfall?

Den historischen Moment des Mauerfalls habe ich verpasst. Ich ging in Halle am 9. November spätnachts ins Bett, ohne zu wissen, was sich in Berlin abgespielt hatte. Am Abend hatte ich noch mit Freunden über die Montagsdemonstrationen und über die Veränderungen an der Uni diskutiert. Anschliessend fuhr ich mit meiner damaligen Freundin in unsere erste eigene Wohnung – Warmmiete unter 100 Ostmark, ohne Telefon- und Fernseh­anschluss. Früh um sechs Uhr klingelte es. Die Mutter meiner Freundin stand mit Tränen in den Augen vor der Tür: «Habt ihr denn nichts mitbekommen? Die Mauer ist gefallen!»

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