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Kofler&Karriere@homeMami, du störst

Schon wieder schickt man uns zurück ins Homeoffice. Was aber, wenn man auch dort nicht mehr willkommen ist?

Die Problematik der familiären Dichte, die durch die erneute Homeoffice-Anordnung wieder zunimmt, wird meiner Ansicht generell etwas unterschätzt in dieser Krise.
Die Problematik der familiären Dichte, die durch die erneute Homeoffice-Anordnung wieder zunimmt, wird meiner Ansicht generell etwas unterschätzt in dieser Krise.
Foto: Getty Images/Maskot

Die Ampeln sind wieder auf Rot gestellt: Bleiben Sie zu Hause, halten Sie Abstand, treffen Sie niemanden, küssen Sie niemanden, umarmen Sie niemanden – alle Befehle des Lockdown sind reaktiviert.

Das Büro ist wieder Sperrzone. Doch in Phase zwei des Homeoffice taucht ein neues Problem auf: Ich bin auch zu Hause nicht mehr wirklich willkommen. «Mami, hast du nicht endlich wieder einmal Termine?», fragte mich meine 11-Jährige vor ein paar Tagen mit flehendem Blick. Bisher hatte ich es stets so gesehen, dass nur MIR das Recht zustand, die Omnipräsenz der Kinder als Belastung zu empfinden. Aktuell können sie zwar noch die Schule besuchen. Aber wegen des erneuten Wegfalls von Freizeitbeschäftigungen wie Schulchor oder Fussball-Meisterschaftsspielen lümmeln sie wieder mehr zu Hause rum. Dass meine Anwesenheit da für sie zum Problem werden könnte, hatte ich irgendwie nicht auf dem Radar.

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