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Corona in FrankreichMacron sucht die Nähe zur Jugend

Der französische Präsident sorgt sich um die «Génération Covid», deren Zukunft wegen der Pandemie düster erscheint. In einem Video-Interview muss er sich heiklen Fragen stellen.

Der jüngste Präsident, den die Republik bisher hatte – aber ist er auch der Präsident der Jugend?: Emmanuel Macron posiert mit Jugendlichen nach der Eröffnung einer Landwirtschaftsmesse in Paris (23. Februar 2019).
Der jüngste Präsident, den die Republik bisher hatte – aber ist er auch der Präsident der Jugend?: Emmanuel Macron posiert mit Jugendlichen nach der Eröffnung einer Landwirtschaftsmesse in Paris (23. Februar 2019).
Foto: Charles Platiau (Keystone)

Emmanuel Macron ist der jüngste Präsident, den Frankreich je hatte – ein jugendlicher Präsident ist er aber nicht. Als Macron 2017 mit 39 Jahren gewählt wurde, gehörte zu den häufigsten Vergleichen der mit dem damals 45-jährigen kanadischen Premierminister Justin Trudeau. Junger Staatschef: Das klang nach Yoga, bunten Socken, betonter Lässigkeit, eben nach Trudeau. Macron machte es anders. Er wollte und will einen grossen Staatsmann verkörpern, keinen jungen.

Als ihn einmal ein Teenager mit Manu ansprach und duzte, wies Macron den Jugendlichen vor laufenden Kameras zurecht. «Du nennst mich Monsieur Le Président», stellte Macron klar. Ginge es nach den jungen Wählern, dann wäre heute auch nicht Macron Präsident, sondern seine Herausforderer vom linken oder rechten Rand. Wären in der ersten Wahlrunde 2017 nur die Stimmen der 18- bis 34-Jährigen gezählt worden, hätten sich Jean-Luc Mélenchon und Marine Le Pen in der Stichwahl gegenübergestanden.

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