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Brüsker Abgang des CastingdirektorsMachtmissbrauch am Zürcher Opernhaus?

Seit drei Jahren ist Michael Fichtenholz für die Sängerbesetzungen zuständig. Nun verlässt er das Opernhaus – aus Gründen, über die Stillschweigen vereinbart wurde.

Das Zürcher Opernhaus hat derzeit neben der Pandemie noch ein weiteres Problem.
Das Zürcher Opernhaus hat derzeit neben der Pandemie noch ein weiteres Problem.
Foto: Dominic Büttner

Als Michael Fichtenholz vor drei Jahren als Operndirektor nach Zürich kam, machte das keine Schlagzeilen. Ein Operndirektor ist zwar eine zentrale Figur in einem Opernhaus – er ist verantwortlich für das Casting der Sängerinnen und Sänger. Aber im Unterschied zum Intendanten oder zum Chefdirigenten ist er keine öffentliche Person.

Der Abgang des 42-jährigen Russen per Ende Saison dagegen erntet derzeit internationale Aufmerksamkeit. Denn er erfolgt zwar offiziell freiwillig – aber nach Vorfällen, die nun durchaus öffentliches Interesse wecken.

Michael Fichtenholz.
Michael Fichtenholz.
Foto: Keystone

Was genau geschehen ist, bleibt unklar. Aber nachdem auf einer englischen Website «human relations issues with younger members of the company» erwähnt worden waren, äusserte sich Opernhausintendant Andreas Homoki gegenüber den Medien bemerkenswert deutlich über diese «Probleme».

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