Zum Hauptinhalt springen

Briefwahl in den USADemokraten verhelfen der US-Post zu neuer Stärke

Damit die angeschlagene US-Post die Flut an brieflichen Stimmabgaben stemmen kann, hat das Repräsentantenhaus eine Finanzspritze von 25 Milliarden Dollar beschlossen.

Vorerst gerettet: Ein gewaltiges Hilfspaket soll die US-Post für die Präsidentenwahl fit machen.
Vorerst gerettet: Ein gewaltiges Hilfspaket soll die US-Post für die Präsidentenwahl fit machen.
Foto: Reuters

Wegen der grossen Bedeutung der Briefwahl bei den US-Wahlen im November hat das Repräsentantenhaus ein Gesetz zur Stärkung der staatlichen Post beschlossen. Das Gesetz verbietet der Post, weniger Dienstleistungen als zu Jahresbeginn anzubieten und sieht zudem eine Finanzspritze von 25 Milliarden US-Dollar (gut 20 Mrd Euro) vor. Das Gesetz wurde am Samstagabend von der demokratischen Mehrheit der Parlamentskammer durchgedrückt, aber auch gut 20 Republikaner stimmten zu. 150 Abgeordnete stimmten dagegen.

Die Demokraten hatten das Gesetz wegen Berichten über zunehmende Verspätungen bei der Zustellung initiiert. Für die Verspätungen machten sie Reformen des seit Juni amtierenden neuen Post-Chefs verantwortlich (wir berichteten). Die Demokraten befürchten, dass die Regierung von US-Präsident Donald Trump die Post gezielt geschwächt habe, um die Briefwahl zu erschweren und damit die Wahlbeteiligung zu drücken (lesen Sie dazu auch die Reaktion von Ex-US-Präsident Barack Obama). Trumps Republikaner bezeichnen das als absurde Verschwörungstheorie.

Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, erklärte, die Parlamentskammer werde dem Gesetz nicht zustimmen. Das Weisse Haus erklärte, Trump würde ebenfalls sein Veto einlegen.

SDA/step