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Sachbuch-RezensionLichtgestalt in dunkler Zeit

Der Zürcher Emil Oprecht verlegte Bücher, die im «Dritten Reich» nicht erscheinen konnten. Eine Biografie zeichnet sein Leben und Wirken nach.

Emil Oprecht (Mitte) anlässlich eines Empfangs für Thomas Mann und dessen Frau Katia. Der Verleger veranstaltete das Essen im Mai 1947 im Zürcher Café Huguenin wegen der Rückkehr des Schriftstellers aus den USA.
Emil Oprecht (Mitte) anlässlich eines Empfangs für Thomas Mann und dessen Frau Katia. Der Verleger veranstaltete das Essen im Mai 1947 im Zürcher Café Huguenin wegen der Rückkehr des Schriftstellers aus den USA.
Foto: Keystone

Der Zürcher Buchhändler und Verleger Emil Oprecht war eine Lichtgestalt der Schweizer Kulturgeschichte. In den Jahren des «Dritten Reiches» erschienen in seinem Europa-Verlag Bücher, die über den wahren Charakter des Hitler-Regimes aufklärten. In seiner Zeitschrift «Mass und Wert» (1937–1940) standen Originaltexte von Thomas Mann, Walter Benjamin, Jean-Paul Sartre und Ernst Bloch. Seine Buchhandlung an der Rämistrasse 5 wurde zum Treffpunkt der Emigranten, von denen er etliche auch in seiner Wohnung vorübergehend aufnahm, die er mit Geld und Kleidung ausstattete und für die er sich bei Behörden um Papiere bemühte. Deutsche Emigranten bildeten auch den Kern des Pfauen-Theaters, dessen Schauspiel AG Oprecht vorstand, eine Zeit lang war er auch kaufmännischer Leiter.

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