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Es war einmal in Kalifornien

In Kalifornien hat der Weinbau eine interessante und wechselvolle Geschichte. Sie ist geprägt von Missionaren, europäischen Einwanderern, der Reblaus und der Prohibition.

Sieben der acht grössten amerikanischen Anbaugebiete liegen in Kalifornien. Wer an amerikanischen Wein denkt, denkt meistens an kalifornischen Wein. Der Weinbau hat im «goldenen Staat», wie sich Kalifornien nennt, Tradition. Im 18. Jahrhundert missionierten Jesuiten und Franziskaner die indianischen Ureinwohner an der Westküste. Den Wein für die heilige Messe bauten sie selber an und aus. Doch der Wein der Padres mundete nicht allen. Deshalb führte Agoston Haraszthy – ein ungarischer Soldat, der als Sheriff in San Diego für Recht und Ordnung sorgte – fast 100 Jahre später Rebstöcke aus Europa ein. Weil das Klima in Südkalifornien zu heiss für Reben war, zog Haraszthy ins Sonoma Valley nördlich von San Francisco, gründete ein Weingut und legte den Grundstein für den Weinbau in Kalifornien. Ende des 19. Jahrhunderts blühte der Weinbau im goldenen Staat auf, weil die Reblaus in Europa viele Rebstöcke vernichtet hatte. Doch die Freude dauerte nur kurz: 1919 verbot der US-Kongress den Handel mit Alkohol. Nach dem Ende der Prohibition – national 1933, in Mississippi 1966 – musste der Weinbau wieder bei null beginnen. Am besten schafften dies die Winzer in Kalifornien, die heute so bekannte und beliebte Weine wie Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Shiraz und Zinfandel keltern.

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