Zum Hauptinhalt springen

Die Flugzeugtreibstoffe der Zukunft

Ein neuer Biotreibstoff aus Holzabfällen und Sägemehl soll jährlich eine Million Tonnen CO2-Emissionen verhindern.

Wo gehobelt wird, fallen Späne – und diese sollen nun auch noch ganz praktisch weiterverwendet werden.
Wo gehobelt wird, fallen Späne – und diese sollen nun auch noch ganz praktisch weiterverwendet werden.
iStock
Aus Hybrid-Tabakpflanzen aus Südafrika will Boeing Kerosin herstellen. Irgendwann könnten auch US-Farmer die Pflanzen anbauen.
Aus Hybrid-Tabakpflanzen aus Südafrika will Boeing Kerosin herstellen. Irgendwann könnten auch US-Farmer die Pflanzen anbauen.
iStock
Auch mit Sonne lässt sich Kerosin herstellen. Forscher – unter anderem an der ETH Zürich – arbeiten an einer Möglichkeit, aus Solarenergie, konzentriertem Kohlendioxid und Wasser Syngas herzustellen, aus welchem man wiederum Treibstoff herstellen kann.
Auch mit Sonne lässt sich Kerosin herstellen. Forscher – unter anderem an der ETH Zürich – arbeiten an einer Möglichkeit, aus Solarenergie, konzentriertem Kohlendioxid und Wasser Syngas herzustellen, aus welchem man wiederum Treibstoff herstellen kann.
iStock
1 / 8

Frittieröl, Müll, Pflanzen – alle möglichen Materialien werden derzeit getestet, um umweltverträgliche Flugzeugtreibstoffe zu entwickeln. Nun kommen kuriose Inhaltsstoffe hinzu: Fall-Äste und Sägemehl. Boeing hat ein entsprechendes Forschungsprojekt gemeinsam mit der British-Columbia-Universität in Kanada angekündigt. Weitere Investitionspartner sind Air Canada, Westjet, Bombardier und andere Forschungsinstitute in Kanada.

«Nachhaltiger Biotreibstoff wird auch in der Luftfahrt eine immer grössere Rolle spielen, um die Flugzeugtreibstoff-Emissionen längerfristig zu reduzieren», sagt Julie Felgar, bei Boeing für das Projekt zuständig. Dabei sei gerade Kanada mit seinen nachhaltig angebauten Waldflächen prädestiniert dafür.

Eine Million Tonnen CO2-Emissionen weniger

Im Jahr 2015 bestätigte eine von der British Columbia Universität durchgeführte Boeing-Studie, dass 10 Prozent der jährlichen Gesamtnachfrage an Flugzeugtreibstoffen von der kanadischen Provinz British Columbia durch Holz-Biotreibstoffe gedeckt werden könnten. Das entspricht einer Gesamtmenge von 175 Millionen Litern.

Nicht nur die Luftfahrt würde profitieren, wenn die Tests mit dem neuen Treibstoff erfolgreich verlaufen. Auch für die Fahrzeug- und Schifffahrtsindustrie könnte er von grosser Bedeutung sein: Die Verwendung von Biotreibstoffen im Gegensatz zu herkömmlichem Kerosin verkürzt laut dem US-Energiedepartement die Lebensdauer von Kohlenstoffdioxid um 50 bis 80 Prozent. Rund eine Million Tonnen an CO2-Emissionen könnten somit jährlich verhindert werden.

jf/Aerotelegraph.com

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch