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In Rom fällt ein Tabu: Häuser dürfen höher als Petersdom sein

Von der Regel, wonach die Gebäude in der Ewigen Stadt nicht höher als die 136 Meter hohe Peterskirche sein dürfen, wird nun nach Jahrhunderten Abstand genommen.

Bald nicht mehr das höchste Gebäude Roms: Petersdom.
Bald nicht mehr das höchste Gebäude Roms: Petersdom.
AFP

«Wir müssen die Peripherie aufwerten, Hochhäuser können nützlich sein. Im Stadtzentrum soll die Peterskirche als höchstes Gebäude bleiben, aber in den Vororten ist diese Regel sinnlos», erklärte der römische Bürgermeister Gianni Alemanno am Freitag in italienischen Medien.

Derzeit wird im modernen Viertel EUR ein 120 Meter grosses Hochhaus gebaut. «In allen europäischen Hauptstädten werden Wolkenkratzer errichtet, wir sehen nicht ein, warum dies nicht auch in Rom geschehen sollte», erklärte der Bürgermeister.

Kritisch zeigte sich dagegen der Stararchitekt Vittorio Gregotti. «Hochhäuser lösen nicht das Problem des Platzmangels in den Städten, sie erfüllen eher den masslosen Ehrgeiz unserer Politiker. Um den Vororten eine Zukunft zu sichern, sollte man keine Hochhäuser bauen, sondern Wohnungen mit Museen oder Universitäten verbinden, um die sozialen Schichten zu vermischen».

Bis in die 1960er-Jahre galt auch in Mailand das Gesetz, dass kein Gebäude höher als der Dom der Stadt (108,5 Meter) sein durfte. 1960 wurde das Pirelli-Hochhaus mit 127,10 Metern eingeweiht.

SDA/mt

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