Wo Schweizer abends gerne kuscheln

Einmal im Monat berühren sich Fremde während dreier Stunden. Ist das die Antwort auf Einsamkeit in Zeiten der Vernetzung?

«Das war jetzt nicht das, was ich suche»: Ein Kuschelabend ist nicht für jeden etwas.

Die ersten warmen Tage im Jahr lassen Frühlingsgefühle hochleben. Wissenschaftlich ist die wetterbedingte gute Laune nicht bewiesen, laut Neuroendokrinologen wird vermutlich aufgrund von Lichteinwirkung das sogenannte Kuschelhormon Oxytocin ausgeschüttet. Kein Wunder also, sind die Kuschelabende bei Bernhard Bäumle und Elana Andermatt in Zürich momentan gut besucht.

«Berührungen sind ein Grundbedürfnis», sagen die beiden. Bei Tests an Mäusen hat sich gar gezeigt, dass Oxytocin dem altersbedingten Muskelabbau entgegenwirkt sowie die Regeneration nach Verletzungen verbessert. Laut eines Berichts des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums fühlt sich ein Drittel der Schweizer Bevölkerung gelegentlich einsam. Ist Kuscheln mit Fremden die Lösung für sie? Wie so ein Abend in der Nähe des Hegibachplatzes abläuft, zeigt die Videoreportage oben.

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