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Wie gut können Frauen rechnen?

Weshalb gibt es Finanzratgeber, die sich explizit an Frauen richten? Und weshalb keine für Männer? Etwa weil Frauen nichts von Finanzen verstehen? Da kann Mann sich ganz schön irren.

Ralph Pöhner (Clack)

Wir finden die Ratgeber in jeder Buchhandlung, sie tragen dann Titel wie: «Finanzen in Frauenhand» oder «Geld steht jeder Frau» oder «Niemals pleite! Der Geldratgeber für clevere Frauen». Es sind Bücher, die dem weiblichen Geschlecht den richtigen Umgang mit Einkommen und Vermögen beibringen wollen und sollen.

Man stösst auch sonst oft auf einschlägige Angebote, auf Seminare, Kurse, Bankberatungspakete, auf Onlineportale (Ladyinvest.de), ja sogar auf Fonds, die sich allesamt explizit ans weibliche Publikum richten: Der Umgang mit Geld im rosa Look. Bemerkenswert sind solche Angebote, weil sie uns so selbstverständlich erscheinen. Denn ist hier nicht irgendetwas komisch? Stellen wir uns einmal vor, jemand würde das Buch «Atomphysik in Stöckelschuhen» oder «Ladypetrochemie» verkaufen wollen: Er würde wohl für verrückt erklärt – genauso wie mit dem Vorschlag «Finanzen für Männer». Denn mit den Atomen ist es wie mit der Petrochemie: Sie sind geschlechtsneutral. Wie auch das Geld.

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