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Wann ist der Mann ein Mann?

Die Frage, was die Frau zur Frau und den Mann zum Mann macht, sorgt für hitzige Debatten. Das war aber nicht immer so. Im Mittelalter genossen Zwischengeschlechtliche einen besseren Status als heute.

In früheren Zeiten pflegte man einen pragmatischeren Umgang mit den Zwitterwesen: Hermaphrodit aus der Antike, Musée Maillol, Paris.
In früheren Zeiten pflegte man einen pragmatischeren Umgang mit den Zwitterwesen: Hermaphrodit aus der Antike, Musée Maillol, Paris.
PD

Zwitter, Intersexuelle, Zwischen­geschlechtliche, Hermaphroditen – für Menschen, die mit sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtsmerkmalen zur Welt gekommen sind, gibt es viele Namen. Betroffene Kinder werden heute operiert und mit Hormonen behandelt, damit sie entweder Mädchen oder Junge sind, was seit einiger Zeit aber heftig umstritten ist. Im Mittelalter pflegte man einen pragmatischeren Umgang mit diesen Menschen. «Während heute eine starke Zweiteilung zwischen Mann und Frau herrscht, waren die körperlichen Übergänge im Mittelalter viel fliessender», sagt Almut Höfert, Historikerin an der Universität Zürich. Sie forscht in ihrem Projekt, «Hermaphroditen, Eunuchen und Priester» zu den Geschlechterrollen im Mittelalter.

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