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Operation für 77'000 Franken selber bezahlt

Die Krankenkasse Helsana weigert sich, einer Winterthurerin die Kosten für einen Blasenschrittmacher zu vergüten. Dabei spart die Kasse dank der Operation mehr ein, als die Operation gekostet hat.

Heute kann Anna Marraffino wieder ein normales Leben führen. Das war lange Zeit nicht so. Bei einer Unterleibsoperation im Jahr 2007 wurden Nerven im Beckenbereich beschädigt, sodass sie ihre Blase nicht mehr vollständig entleeren konnte. «Ich hatte immer Restharn von 200 bis 400 Millilitern, deshalb litt ich unter wiederkehrenden Blasen- und Nierenbecken-Entzündungen und musste sehr viele Antibiotika einnehmen», erzählt die 46-Jährige. «Zweimal musste ich wegen einer Nierenbecken-Entzündung sogar ins Spital.»

Nach umfangreichen Abklärungen in mehreren Spitälern sahen die Ärzte nur eine Lösung: Anna Marraffino sollte sich ihr Leben lang mithilfe von Kathetern mehrmals täglich selber die Blase entleeren. «Ich begann mit zweimal pro Tag, musste aber schon bald auf dreimal erhöhen. Mit zunehmendem Alter wären sechs bis acht Katheter-Anwendungen pro Tag nötig geworden», so Marraffino. «Psychisch machte mich das völlig fertig – ich war doch erst 44.»

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