ABO+

«Offenbar haben die Eltern den armen Kerl nicht so erzogen»

Wie zieht man Kinder gross, damit sie nicht unter die Räder kommen? Erziehungsberater Philipp Ramming gibt Antworten.

«Es geht bei Buben wie bei Mädchen darum, dass sie lernen, sich sozial kompatibel zu wehren», sagt der Kinder- und Jugendpsychologe Philipp Ramming. Foto: Getty Images

«Es geht bei Buben wie bei Mädchen darum, dass sie lernen, sich sozial kompatibel zu wehren», sagt der Kinder- und Jugendpsychologe Philipp Ramming. Foto: Getty Images

Susanne Kübler@tagesanzeiger

Kürzlich wurde eine Studie vorgestellt, nach der hilfsbereite Buben als Teenager eher geplagt werden. Da dürften manche Eltern, die ihren Nachwuchs zu Hilfsbereitschaft auffordern, leer geschluckt haben. Was sagen Sie als Erziehungsberater dazu?
Es kommt ganz darauf an, wie man Hilfsbereitschaft definiert. Ein hilfsbereiter Bub, der sich abgrenzen kann und nicht gerade einknickt, wenn er angezündet wird, dürfte weniger Schwierigkeiten haben als einer, der mit seiner Hilfsbereitschaft vor allem Konflikte vermeiden will und keinen eigenen Standpunkt hat. Das wäre dann eine soziale Anpassungsform, die alle nervt.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt