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Mit 88 fest im Sattel

Andere sind in ihrem Alter seit über 20 Jahren in Rente. Die Queen dagegen absolviert lächelnd Staatsbesuche und schwingt sich ab und zu auch mal aufs Pferd. Heute wird Elizabeth II 88 Jahre alt.

Seit über 62 Jahren Königin: Queen Elizabeth erhält Blumen von einem Kind. (22. Oktober 2013)
Seit über 62 Jahren Königin: Queen Elizabeth erhält Blumen von einem Kind. (22. Oktober 2013)
Keystone
Ein neues Porträt der Queen in Australien: Prinz William und seine Frau Kate präsentieren das Gemälde. (10. April 2014)
Ein neues Porträt der Queen in Australien: Prinz William und seine Frau Kate präsentieren das Gemälde. (10. April 2014)
AFP
Queen Elizabeth II coronation on June 2, 1953. The Queen Elizabeth II gives a wide smile for the crowds as she leaves Westminster Abbey in London after her coronation. (KEYSTONE/EPA/PAl/Str) ===  ===
Queen Elizabeth II coronation on June 2, 1953. The Queen Elizabeth II gives a wide smile for the crowds as she leaves Westminster Abbey in London after her coronation. (KEYSTONE/EPA/PAl/Str) === ===
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Es gibt weltweit nur einen regierenden Monarchen, der älter ist als die Königin von England. König Abdallah von Saudiarabien wird im Sommer 90 Jahre alt. Gleich dahinter rangiert Elizabeth II, die heute ihren 88. Geburtstag begeht. Während Abdallah seit nicht mal neun Jahren König ist, sind es bei der Queen 62 Jahre, 2 Monate und 15 Tage.

Gefeiert wird «im privaten Kreis», sagt ein Palastsprecher, wie gewohnt. «Es ist nichts Offizielles vorgesehen.» Salutschüsse aus Kanonen in London dürften also alles sein, was die Öffentlichkeit mitbekommt.

Offiziell begangen wird der Geburtstag ohnehin erst im Sommer, das hat Tradition. Zur spektakulären Parade «Trooping the Colour», dieses Jahr am 14. Juni, soll schliesslich die Sonne scheinen.

Still Going Strong

Zur Feier der doppelten Acht erfreut sich die Queen bester Gesundheit. Erst vor einigen Tagen entdeckten Fotografen sie mal wieder hoch zu Ross: Auf ihrem schwarzen Fell-Pony Carltonlima Emma genoss sie das milde Frühlingswetter in den Parks um Windsor Castle – den Kopf in ein buntes Seidentuch gehüllt, in der Hand eine Gerte. Die Königin liebte das Reiten schon als Achtjährige.

Ob sie sich vielleicht zu viel zumute, hatten Beobachter in letzter Zeit immer wieder gefragt. Der Terminkalender ist voll: Anfang des Monats reiste Elizabeth mit Gemahl Prinz Philip erstmals seit fast drei Jahren wieder ins Ausland und besuchte Papst Franziskus im Vatikan.

Ein paar Tage später dinierte sie schlagzeilenträchtig mit einem ehemaligen IRA-Führungskader auf Schloss Windsor. Im Juni reist das Paar nach Frankreich, um der Landung der Alliierten in der Normandie vor 70 Jahren zu gedenken. All das scheint die Königin kaum zu belasten, ihr Lächeln in die Fernsehkameras wirkt gelöst.

Der am längsten wartende Thronerbe

Ein wenig kürzer tritt Elizabeth aber doch. Im Januar gab der Palast bekannt, dass Sohn Charles und die Enkel William und Harry der Monarchin künftig mehr Arbeit abnehmen sollen. Langsam, ganz langsam stellt die Königin die Weichen für den Generationenwechsel.

Prinz Charles, Rekordhalter als am längsten wartender Thronerbe der Geschichte, stünde bereit – auch wenn er angeblich nicht allzu ungeduldig darauf wartet, Hobbys und Herzensanliegen den königlichen Pflichten unterzuordnen.

Im Mai werden der Thronfolger und seine Frau Camilla nach Kanada reisen, William und dessen Frau Kate sind gerade am anderen Ende des Commonwealth in Australien unterwegs. Die Besuche sind wichtig als Werbung für das Königshaus, denn hier wie dort würden Republikaner gerne die Queen als Staatsoberhaupt loswerden.

Sogar die Schotten wollen die Queen

Doch eigentlich muss sich die Königin über ihre Popularität keine Sorgen machen. Die Geburt ihres Urenkels Prince George im vergangenen Sommer bedeutete zusätzlich Rückenwind für die Royals. Auch die Schotten, die sich im September per Referendum vom Königreich lossagen könnten, halten zum Commonwealth.

Zu den am häufigsten gestellten Fragen im Zusammenhang mit der Unabhängigkeitskampagne gehört: «Dürfen wir die Queen behalten?»

SDA/wid

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