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«Kommt raus aus euren geistigen Schrebergärten»

Die Schweizer Rocklegende Chris von Rohr über Leben und Sterben von Menschen und Musik, über Abschottung und EU. Und warum die Sixties das beste Jahrzehnt der Rockmusik waren.

Der letzte Rocker. «Wir haben alle gerne dieses Multikulti-Ding und wollen keine Kriege, aber das Geschäft funktioniert nun mal anders.»
Der letzte Rocker. «Wir haben alle gerne dieses Multikulti-Ding und wollen keine Kriege, aber das Geschäft funktioniert nun mal anders.»
Alexander Preobrajenski

Muss man Chris von Rohr vorstellen, das Alphatier von Krokus, der erfolgreichsten Schweizer Band aller Zeiten mit 15 Millionen verkauften Platten, den Buchautor, Produzenten, Kolumnisten, den letzten Rock ’n ’Roller der Schweiz, den «Meh Dräck»-Mann?

Er ist gross, eher schlank, mit erstaunlich flachem Bauch für einen bald 63-Jährigen, und er denkt und redet, wie er Gitarre spielt, zärtlich-dreckig, mal kurz und hart, dann wieder in Rockballaden. Seine musikalischen und verbalen Soli führen immer dorthin, wo es wehtut oder sehr schön ist. Seine Sprache klingt wie Musik, auf drei ­Wörter Berndeutsch folgt ein englisches, was dazu führt, dass das, was er sagt, gelegentlich mehr Klang hat als Inhalt – gesprochene Rockmusik.

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