Zum Hauptinhalt springen

In Gottes Namen gegen Homosexuelle und Emanzipierte

Freikirchen wollen sie umbeten, der Islam will sie mit dem Tod bestrafen: Religionen ächten Homosexuelle. Damit diese sich emanzipieren können, braucht es zuerst die Frauenbefreiung.

Für die russisch-orthodoxe Kirche sind Homo-Ehen das «apokalyptische Signal der Selbstzerstörung». Foto: Queerstock (Alamy)
Für die russisch-orthodoxe Kirche sind Homo-Ehen das «apokalyptische Signal der Selbstzerstörung». Foto: Queerstock (Alamy)

Das Ja der nationalrätlichen Rechtskommission zur Homo-Ehe ist ein Schlag ins Gesicht der Rechtgläubigen. Sollte auch das Volk Ja sagen, würde das die katholische Kirche der Gesellschaft noch mehr entfremden. Das gerade bekräftigte Nein der Schweizer Bischöfe zur Segnung von homosexuellen Beziehungen macht deutlich, dass sich die Kirche hier keinerlei Spielraum gibt. Jede Segnung einer homosexuellen Verbindung wäre für sie eine unstatthafte Simulation der sakramentalen Ehe. Nur diese verwirklicht die gottgewollte Komplementarität der Geschlechter; nur Mann und Frau setzen das Schöpfungswerk Gottes fort, indem sie sich fortpflanzen. Die von der Biologie diktierte kirchliche Anthropologie verbietet es homosexuellen Paaren, den Bund fürs Leben vor dem Schöpfer besiegeln zu lassen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.