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Idiot, es geht nicht um Kaffee

In den USA setzt sich an Colleges die Vereinbarung «Yes Means Yes» durch. Sie fordert vor dem Sex ein ausdrückliches gegenseitiges Einverständnis.

In Studentenverbindungen gelten strenge Regeln – neuerdings auch für Sex. Anwärterinnen einer Schwesternschaft in Charlottesville, Virgina. Foto: Andrew Harrer (Bloomberg)
In Studentenverbindungen gelten strenge Regeln – neuerdings auch für Sex. Anwärterinnen einer Schwesternschaft in Charlottesville, Virgina. Foto: Andrew Harrer (Bloomberg)

Die jüngsten Nachrichten von der Politischen-Korrektheits-Front: Im Internet kann man jetzt ein «Einverständnisbewusstseinskit» kaufen, vom «Affirmative Consent Project», für nur 1.99 Dollar: ein Täschchen (wahlweise aus künstlichem Wildleder oder Segeltuch) mit einem Kondom, einem Stift, ein paar Atemfrei-Pfefferminz-Bonbons und einem einfachen Vertrag, der festhält, dass beide Parteien einem gemeinsamen Sexakt freiwillig zustimmen. Ein sexbereites Paar könnte entweder ein Foto mit dem Vertrag machen oder ihn jeweils unterschreiben und datieren. Die Idee dahinter: Um den leisesten Verdacht auf Zwang zu zerstreuen, muss ein Sexakt im Voraus zur freien, bewussten Entscheidung beider Teilnehmer erklärt werden. Um es mit Lacan zu sagen: Er muss am Grossen Anderen teilhaben und in die symbolische Ordnung eingeschrieben werden.

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