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«Ich klebe Post-it-Zettel auf die Webcam»

In England soll ein Paar per Smart TV beim Sex gefilmt worden sein. Sicherheitsexperte Hannes Lubich über Paranoia und reale Überwachungsgefahren neuer Technologien.

Der FBI-Boss verriet kürzlich, dass er seine Laptop-Webcam abdecke. Und Sie? Natürlich. Ich klebe da jeweils Post-it-Zettel drauf, wenn ich die Kamera nicht nutze. Kameras sind allerdings das geringste Problem, die sieht man ja. Bei Mikrofonen ist das anders, zum Beispiel bei den neuen WLAN-fähigen Lautsprechern. Diese Geräte zeichnen mehr als bloss Sprachkommandos auf, denn sie müssen ja permanent «zuhören», ob ein Kommando an sie gerichtet war. Man kann nur hoffen, dass alle anderen Sprachdaten gelöscht und nicht im Rahmen eines «Qualitätsverbesserungsprogramms» trotzdem weitergeleitet und ausgewertet werden, wie das schon bei manchen anderen elektronischen Sprachassistenten der Fall war.

Wie leicht ist der Zugriff auf solche Systeme für einen Hacker? Das ist nicht besonders schwierig. Man sieht schon anhand der vielen Security-Updates, dass immer wieder neue Sicherheitslücken entdeckt werden, die von den Konsumenten auch nicht immer zeitnah installiert werden. Und wenn ein Hacker einmal im System ist, fällt es ihm nicht schwer, bis zur Kamera oder dem Mikrofon vorzudringen. Auch über Schad-Codes auf Websites oder durch Phishing-Mails kann sich ein Hacker gegebenenfalls Zugriff auf Systeme verschaffen.

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