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Ein zweiter Unfall gab ihm die Sprache zurück

Nach einem Stromschlag verlor Marc Rueger die Sprache. Seit einem Sturz kann er wieder reden und setzt sich nun engagiert für Taubstumme ein.

Marc Rueger ist heute ein Grenzgänger zwischen den Welten der Gehörlosen und der Hörenden.
Marc Rueger ist heute ein Grenzgänger zwischen den Welten der Gehörlosen und der Hörenden.
Yann André

Schreiner Hugo Marques blickt auf, als Marc Rueger die Holzwerkstatt der Stiftung Effata betritt. Er zeigt mit dem Finger auf seinen Mund und gibt einen undeutlichen Laut von sich. «Ich kann nicht sprechen», bedeutet die Geste. Rueger erklärt dem Schreiner in der Gebärdensprache für Gehörlose und auf Französisch, sein Besucher sei ein Journalist, der einen Artikel über ihn schreiben wolle. Der Freiburger ist seit April Leiter der Werkstätten für Taubstumme im Waadtländer Dorf Forel. Auf dem Weg zu seinem Büro sagt er: «Gleichzeitig sprechen und sich mit Handzeichen verständigen, ist anstrengend. Die beiden Sprachen habe eine andere Grammatik.»

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