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Ein Seitensprung nach vorn

Die Frauen entdecken immer mehr ihr Talent zur Untreue: Gelegenheit, Einkommen und soziales Umfeld entscheiden zusehends, ob jemand Sex ausserhalb der Beziehung sucht. Nicht das Geschlecht.

Bei den jüngeren Altersjahrgängen, den 30- bis 40-Jährigen, zeigen sich Mann und Frau beinahe gleich promisk: Szenebild aus dem Kinofilm «Last Night» (2010) – die verheiratete Joanna (Keira Knightley) trifft ihren Ex-Lover Alex (Guillaume Canet) wieder.
Bei den jüngeren Altersjahrgängen, den 30- bis 40-Jährigen, zeigen sich Mann und Frau beinahe gleich promisk: Szenebild aus dem Kinofilm «Last Night» (2010) – die verheiratete Joanna (Keira Knightley) trifft ihren Ex-Lover Alex (Guillaume Canet) wieder.

Der Seitensprung ist ein dunkles Kapitel im Liebesleben von Mann und Frau. Nicht nur emotional, sondern auch wissenschaftlich. Es kursieren zwar zahlreiche Zahlen zum ausserehelichen Sexualverhalten von Mann und Frau, aber Moral, Angst, Prestige und auch Gendervorurteile verfälschen Befragungen beträchtlich. Und dort, wo man glaubt, die Zeichen der Zeit richtig einschätzen zu können, täuscht man sich. 1994 etwa haben 77 Prozent der Befragten in einem amerikanischen Umfragepanel angegeben, ein Seitensprung sei absolut verwerflich. In der heutigen durchsexualisierten Gesellschaft sind es nicht etwa weniger, sondern mehr, nämlich ganze 90 Prozent.

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