Zum Hauptinhalt springen

Dreimal nicht pariert – schon wird er kastriert

Sexuell intakte Rüden passen nicht in unsere Gesellschaft – in Hundekreisen ist Kastration gang und gäbe. Oft nur wegen der Bequemlichkeit oder falscher Erwartungen der Besitzer.

In der Schweiz dürfen Hunde wegen unangenehmen Verhaltens kastriert werden: Ein Hund wartet auf seine Präsentation an der Animalia-Messe in St. Gallen.
In der Schweiz dürfen Hunde wegen unangenehmen Verhaltens kastriert werden: Ein Hund wartet auf seine Präsentation an der Animalia-Messe in St. Gallen.
Keystone

Noch vor 15 Jahren suchte man sich als angehende Hundebesitzerin aus einem Wurf den dynamischsten und stämmigsten Rüden aus, denn schliesslich hatte man sich für einen «männlichen» Hund entschieden, mit allem Drum und Dran. Ihm die Hoden herausnehmen? Entmannen? Undenkbar. Das wurde nur gemacht, wenn er später, im erwachsenen Alter, ein sexuell abnormes Verhalten zeigte und alles bestieg, was sich 20 Zentimeter über Boden befand. Dass ein intakter Hund wegen seines Testosteronhaushalts eine starke Hand brauchte, war klar. Doch es wurde akzeptiert, dass sich ein Rüde anders, angriffslustiger verhält als eine Hündin; es herrschte Common Sense darüber, bei Hündelern wie bei Nicht-Hündelern.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.